Ein bezahlbares Schwimmbad ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Bundesregierung muss den Zugang für alle möglich machen.

D ie gute Nachricht zuerst: Der Badeanzug ist billiger geworden. Die Preise für „Damenbadebekleidung“, wie das Statistische Bundesamt formuliert, sind im Jahr 2025 um 1,1 Prozent zurückgegangen. Aber was man bei der Bikinihose einspart, zahlt man woanders sofort wieder drauf: Der Eintrittspreis ins Schwimmbad, egal ob Sommer- oder Hallenbad, ist im vergangenen Jahr nämlich um 5,7 Prozent teurer geworden. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise haben insgesamt nur um 2,1 Prozent angezogen.

Schwimmen gehen muss man sich also leisten können, erst recht, wenn sonst auch alles teurer wird. Und die Bundesregierung zugleich keine Scheu hat, ärmere Familien noch stärker zu belasten, etwa mit Kürzungen beim Kinderzuschlag und beim Wohngeld.

Ein bezahlbares Schwimmbad ist öffentliche Daseinsvorsorge. Wenn aber die Teilhabe von Kindern aus ärmeren Familien schon an der Wasserrutsche nicht mehr gewährleistet ist, ist das nicht gut. Und nein, ein unbewachter See oder ein Fluss vor der Haustür ist keine gleichwertige Alternative zu einem bewachten, ungleich sichereren Schwimmbecken.