Vier Start-up-Manager wollen ein heruntergekommenes Haus in Neukölln kaufen. Die Bewohner:innen hoffen auf das Vorkaufsrecht – doch es sieht nicht gut aus.
Objekt der Begierde: die Hertzbergstraße 28 in Neukölln
Hausgemeinschaft H28
„Wenn ihr ein paar Nullen hinter eurem Kontostand hinzufügen wollt, dann hört zu!“ Mit gegelten Haaren und glattrasiertem Gesicht stellt sich der Youtuber Anfang 40 als erfolgreicher Jungunternehmer vor. Mit einem App-Baukasten für Influencer habe er Millionen gemacht, jetzt wolle er seine Geheimnisse mit seinem Youtube-Publikum teilen. Busisness to Business Coaching für Content-Creator:innen auf Social Media, kostengünstig skaliert durch KI – „Ihr wollt euren Profit steigern – nicht eure Lohnkosten.“
Es sind Sätze wie diese, bei denen für Andre Glörfeld, Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Neuköllner Hertzbergstraße 28, die Alarmglocken klingeln. Denn der Youtuber, zusammen mit drei anderen Geschäftspartner:innen aus der Start-up-Szene, will den sanierungsbedürftigen Altbau, in dem Glörfeld wohnt, kaufen. Die rund 40 Bewohner:innen des Altbaus befürchten Verdrängung. Die Hoffnung liegt auf dem Bezirk, der einem Verkauf des Hauses mit dem Vorkaufsrecht zuvorkommen könnte.







