Fragt man Kinder, was sie später beruflich machen wollen, nennen sie in der Regel Berufe wie Astronautin, Sänger, Fußballerin, Feuerwehrmann oder Pilotin.

Mit dem Erwachsenwerden kommt oft die Erkenntnis, dass man für das eine zu schlecht in Mathe ist, für das andere zu unsportlich oder unmusikalisch, man zu wenig verdienen würde oder der Beruf aus einem anderen Grund unerreichbar scheint. Dann entscheidet man sich für ein Studium, das viel Geld verspricht, die Ausbildung, die die Eltern wollen, oder den Job, der am praktikabelsten erscheint.

Einige arrangieren sich mit der Situation, werden vielleicht sogar in ihren Jobs glücklich, aber merken nach Jahren: Eigentlich passt das nicht zu mir. Oder ihnen wird klar, dass der Beruf so ganz anders ist, als sie sich ihn vorgestellt hatten. Manchmal verändert sich auch der Job, die Stelle und die Branche über die Jahre so sehr, dass man so nicht weitermachen will.

Häufig sinkt dann erst mal die Arbeitsmoral. Man wird Teil der 7,3 Millionen Beschäftigten, die laut einer Studie bereits innerlich gekündigt haben. Dann ist nur noch Dienst nach Vorschrift angesagt. Irgendwann aber entscheiden sich viele doch dafür, nicht nur den Job oder die Stelle zu wechseln, sondern den erlernten Beruf aufzugeben.