„Fels in der BRandung“ : Erfolgstrainer Gerd Osenberg gestorben22.07.2026, 15:10Lesezeit: 2 Min.Die deutsche Leichtathletik trauert um Gerd Osenberg. Als Trainer prägte er Generationen von Spitzensportlern und formte Olympiasiegerinnen. Nun starb der ruhige Autodidakt im Alter von 89 Jahren.Die deutsche Leichtathletik trauert um Gerd Osenberg. Der langjährige Trainer ist am Montagvormittag im Alter von 89 Jahren gestorben, wie seine ehemalige Athletin Heide Ecker-Rosendahl der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Ecker-Rosendahl war am Montag selbst bei ihrem langjährigen Trainer, um sich gemeinsam mit der Familie am Sterbebett von ihm zu verabschieden. Zunächst hatte Osenbergs Klub TSV Bayer 04 Leverkusen von dem Todesfall berichtet.Osenberg war jahrzehntelang als Trainer bei dem Verein im Rheinland aktiv und arbeitete auch für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Die größten Sportlerinnen, die Osenberg auf dem Weg zum Erfolg begleitete, waren neben Ecker-Rosendahl auch Ulrike Nasse-Meyfarth und Heike Henkel. Die heute 79 Jahre alte Ecker-Rosendahl (Weitsprung und Sprint-Staffel) und Nasse-Meyfarth (Hochsprung) gewannen jeweils zweimal olympisches Gold.Hochspringerin Henkel krönte sich 1992 in Barcelona zur Olympiasiegerin. „Er war immer so der Fels in der Brandung, total ruhig und entspannt“, erzählt Henkel dem Sport-Informations-Dienst: „Selbst wenn es nicht so gut lief, wusste man, man kann auf jeden Fall darauf vertrauen, dass er einen Plan hat, wie wir das hinkriegen.“Kein hochspezialisierter ExperteDabei war Gerd Osenberg kein hochspezialisierter Experte, wie er heute in vielen Sportarten anzutreffen ist. Der Akademiker mit Abschlüssen in Physik und Mathematik war ein Autodidakt und einer mit einem besonders pädagogischen Ansatz. „Da hat es immer gerattert. Er hat sich überlegt: Was kann ich tun, um den Athleten voranzubringen? Er hat sich nicht nur auf die Lehre verlassen, sondern war selber kreativ und hat Dinge entwickelt“, erinnert sich Henkel.Dabei stand bei Osenberg immer der Mensch im Vordergrund. „Er hat sich mit der Technik, die notwendig ist, um eine Leistung zu erreichen, auseinandergesetzt und versucht, das auch mit den Möglichkeiten des einzelnen Menschen umzusetzen“, sagt Ecker-Rosendahl: „Nicht jeder Mensch ist gleich, und nicht jeder Mensch springt gleich weit.“ Sie selbst denkt gerne an die gemeinsame Zeit zurück.„Mit Gerd Osenberg verliert der TSV Bayer 04 Leverkusen nicht nur einen der erfolgreichsten Trainer seiner Geschichte, sondern einen Menschen, der Generationen geprägt und unseren Verein nachhaltig geformt hat“, schrieb sein Verein. Osenbergs Name werde „für immer untrennbar mit den größten Erfolgen der Leverkusener Leichtathletik“ verbunden bleiben.
Der frühere Leichtathletik-Trainer Gerd Osenberg ist im Alter von 89 Jahren gestorben
Die deutsche Leichtathletik trauert um Gerd Osenberg. Als Trainer prägte er Generationen von Spitzensportlern und formte Olympiasiegerinnen. Nun starb der ruhige Autodidakt im Alter von 89 Jahren.









