Richard Wagner war immer Avantgarde, war immer an Zukunft und neuen Theaterformen interessiert. Also dürfte ihm die Idee seiner Urenkelin, der Bayreuther Festspielchefin Katharina Wagner, ausnehmend gut gefallen haben, zum 150-jährigen Bestehen des Festivals den fünfzehnstündigen Vierteiler „Der Ring des Nibelungen“ der derzeit modernsten Theatertechnologie zu überlassen. Unschwer zu erraten, dass damit die derzeit genauso gehypte wie gefürchtete KI gemeint ist. Der Mann hinter der Festspiel-KI heißt Marcus Lobbes, 1966 geboren, gelernter Sänger, Regisseur und Chef der „Akademie für Theater und Digitalität“ am Theater Dortmund, der sich im Videointerview als ein leidenschaftlicher und vor Ideen überquellender Theatermacher erweist.
Jubiläum in Bayreuth: Erstmals kommt eine KI bei den Festspielen zum Einsatz
Die Bayreuther Festspiele waren immer an der Zukunft des Theaters interessiert. Im Jubiläumsjahr wird nun „Der Ring des Nibelungen“ von einer KI bebildert.













