Eigentlich soll die kostenpflichtige iCloud+-Funktion „E-Mail-Adresse verbergen“ alias „Hide My Email“ dafür sorgen, dass Empfänger die tatsächliche Adresse eines Absenders nicht auslesen können. Doch seit mehr als einem Jahr behob Apple gemeldete Fehler nicht, die dazu führten, dass die Originaladressen des beliebten Weiterleitungsdienstes geleakt werden konnten. Erst in dieser Woche kam es dann endlich zu einem abschließenden Fix – und einer Erläuterung, was überhaupt hinter der Datenschutzlücke steckte. Doch die Fehlerbehebung wird Apple nicht bei einer in den USA eingereichten Sammelklage helfen: Die Kläger wollen weiterhin Geld sehen, weil sie sich in ihrer Privatsphäre bedroht fühlen. Der Rechtsstreit begann interessanterweise bereits, als noch gar nicht klar war, was an „E-Mail-Adresse verbergen“ überhaupt kaputt war.
Apple-Server machten den Leaker
Entdeckt hatten die Lücke Ben und Tyler Murphy vom Datenschutzdienst Easy Opt Outs. Sie benachrichtigten Apple bereits vor über einem Jahr. Doch Apple führte zunächst einen unvollständigen Fix durch und behob das Problem dann nicht abschließend. Die Murphys wandten sich an das US-Medium 404 Media, das den Fall öffentlich machte, was nun offenbar dazu geführt hat, dass Apple endlich handelte.












