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Christel Focken glaubt inzwischen, dass die Nazis der deutschen Atombombe näher waren, als bisher zugegeben. Und die Brandenburgerin war in Polen beteiligt an der unterirdischen Entdeckung eines Panzerzuges. Es soll der legendäre „Goldzug“ sein – ein bislang verschollener Panzerzug der Wehrmacht. Doch wer ist die Frau, die mit Georadar unterwegs ist, in halb Europa in Hohlräume klettert und vermeintlich streng gehütete Geheimnisse lüften will? Die auf viel Unverständnis stößt oder gar angefeindet wird, weichen doch ihre Funde, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen oft deutlich von offizieller Geschichtsauffassung ab. Bei einem Besuch in Märkisch Oderland kommt die abenteuerhungrige Bunkerlady ins Erzählen.

Frau Focken, Sie sind fast Rentnerin und jagen noch immer Hohlräumen und Bunkern hinterher wie jüngst in Kummersdorf-Alexanderdorf (Landkreis Teltow-Fläming) im Auftrag der Gemeinde Am Mellensee – woher kommt diese Leidenschaft?Als Fünfjährige saß ich bei meinem Opa auf dem Schoß. Er war Leitender Ingenieur der U-Boot-Reparaturwerft in La Pallice und erzählte mir, dass er ab 1944 mit Zügen in unterirdische Werke fuhr, um Maschinenteile von Großkampfschiffen und U-Booten in Sicherheit zu bringen. Von da an bin ich praktisch in jedes Loch gekrochen.