Iranische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut AWS-Rechenzentren angegriffen und dabei Amazons Infrastruktur in Bahrain zerstört. Das berichtet CNBC unter Berufung auf eine Stellungnahme der iranischen Revolutionsgarden, von Amazon selbst gibt es bislang keine Bestätigung. Auch anhand der Statusseite von AWS lässt sich das nicht verifizieren, dort werden die betroffenen Standorte und Dienste schon seit dem Frühling als „unterbrochen“ bezeichnet. Die behaupteten Angriffe erfolgten jetzt im Rahmen der neuerlichen Eskalation im Nahen Osten, wo die USA wieder Angriffe auf den Iran ausführen und die Islamische Republik im Gegenzug US-Standorte attackiert.

Seit Monaten unterbrochen

Die ersten AWS-Rechenzentren in der Region waren Anfang März beschädigt worden. Anfangs hieß es von AWS aber lediglich, dass sie von „Objekten“ getroffen wurden. Erst merklich später hat das Cloud-Unternehmen bestätigt, dass die anhaltenden Störungen auf Drohneneinschläge zurückgehen und damit ein direkter Zusammenhang zu den Kämpfen in der Region bestand. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden demnach zwei Einrichtungen direkt getroffen, in Bahrain war eine Drohne in der Nähe von einer niedergegangen. Die Treffer hätten „strukturelle Schäden“ zur Folge, zudem sei die Stromversorgung beeinträchtigt. Der US-Konzern hat damals zum Wechsel der AWS-Region geraten. Seit Ende März ist AWS in Bahrain unterbrochen.