Die „Vulnocalypse“, also die Überflutung mit Schwachstellenmeldungen etwa aufgrund verstärkter Suche mittels KI, erreicht jetzt anscheinend auch Oracle. Der vierteljährliche „Critical Patch Update“ (CPU) genannte Patchday von Oracle bringt 1449 neue Sicherheitsflicken im Juli – ein neuer Höchstwert. Zum Vergleich: Einer der bislang umfangreichsten CPUs umfasste 508 Updates, im Juli 2023.

Oracle liefert wie üblich eine Übersicht über die betroffenen Produkte und die Schwachstellen darin. Kritische Sicherheitslücken finden sich etwa in RDBMS und den Oracle Net Services, Oracle GoldenGate, SQL Developer, der TimesTen In-Memory-Datenbank, Application Testing Suite, Oracle Commerce, Oracle Communications, Oracle Construction and Engineering, Oracle E-Business Suite (mit 410 Schwachstellen deutlich hervorstechend), Oracle Enterprise Manager, Oracle Financial Services Applications, Oracle Food and Beverage Applications, Oracle Fusion Middleware (mehrere Lücken mit Höchstrisiko CVSS 10 von 10, zudem mit 355 Sicherheitspatches ebenfalls stark betroffen), Oracle Analytics, Oracle Hospitality Applications, Oracle JD Edwards, Oracle PeopleSoft, Oracle Retail Applications, Oracle Siebel CRM, Oracle Supply Chain und schließlich Oracle Utilities Applications.