Der bereinigte Nettogewinn von Santander stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 3,77 Milliarden ‌Euro, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Analysten hatten mit 3,75 Milliarden Euro gerechnet. Getragen wurde das Ergebnis von einem Anstieg der Gebühreneinnahmen um 12 Prozent sowie einem Plus von 10 Prozent im Kreditgeschäft. Zudem war die britische TSB erstmals in der ​Quartalsbilanz von Santander enthalten.

Höhere Rückstellungen dämpften die Bilanz jedoch teilweise. Unter Berücksichtigung von Restrukturierungskosten von ⁠250 ⁠Millionen Euro für den Ende April abgeschlossenen TSB-Kauf stieg der unbereinigte Nettogewinn um 3 Prozent auf 3,52 Milliarden Euro.Anfällig für WährungsabwertungenDie breite geografische Aufstellung schützt Santander zwar vor wirtschaftlichen ‌Abschwüngen in einzelnen Regionen, macht die Bank jedoch anfällig ​für Währungsabwertungen, insbesondere in ‌Lateinamerika. Daher baut das Institut seine Präsenz in entwickelten Märkten wie Großbritannien aus. Der erfolgreiche Abschluss der TSB-Übernahme sei ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung dieser Strategie, erklärte Verwaltungsratschefin Ana Botin. „Sie stärkt unsere Position ‌in einem unserer Kernmärkte.“