Liebe Leserin, lieber Leser,als Bundesfinanzminister hat sich Christian Lindner (47; FDP) einst für den deutschen Fintech-Standort starkgemacht. Mit welchem Erfolg, darüber scheiden sich bis heute die Geister. Nun, da seine Politikerkarriere vorbei ist, nimmt der einstige Liberalen-Chef einen zweiten Anlauf, um das hiesige Ökosystem voranzubringen: und zwar mit seinem eigenen Geld. Lindner steigt als Business Angel bei einem Wealthtech-Start-up ein, wie gestern bekannt wurde. Mit Vermögensverwaltung dürfte sich der Porsche-Fan ja durchaus auskennen. Wer das glückliche Start-up ist, das sich Lindners Netzwerk und Kapital sichert, lest ihr in der Rubrik Köpfe.
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Sympathieträger: Fußballweltmeister Lukas Podolski, hier zu sehen im TV-Spot der US-Kryptobörse Kraken, soll neue Privatanleger anlocken
Es ist ein Beben, das nachhallt: Am 1. Juli hat sich die weltgrößte Kryptobörse Binance aus Europa verabschiedet. Die Offshore-Firma von Changpeng Zhao (49) hatte es versäumt, sich rechtzeitig um eine entsprechende Lizenz zu kümmern. Millionen Binance-Kunden suchen seitdem nach einer neuen Heimat. Eine Steilvorlage für den Erzrivalen Kraken: Die 13 Milliarden Dollar schwere US-Kryptobörse von Arjun Sethi (43) und David Ripley schaltet in Deutschland nämlich gerade die teuerste Werbekampagne, die sie je außerhalb der USA gebucht hat. Wohl auch, um sich vor einem möglichen IPO in Szene zu setzen. Mithilfe von Fußballweltmeister und Markenbotschafter Lukas Podolski (41) möchte Kraken Tausende neue Kunden ansprechen und den Umsatz binnen eines Jahres verdoppeln. Für die ambitionierte Offensive hat die Firma allerdings nur eine einzige Mitarbeiterin in Deutschland eingestellt: DACH-Wachstumschefin Nazli Visne (44). Ich habe mir die Expansionspläne daher mal genauer angeschaut: Kann die One-Woman-Show gut gehen?






