Über 4.000 Menschen wurden 2025 Opfer rechter Gewalt, davon sind 600 Kinder und Jugendliche. Beratungsstellen sind überlastet und befürchten Kürzungen.

Vor allem im Alltag gibt es vermehrt rechte Gewalt: „am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Nachbarschaft“…

Christoph Reichwein/dpa

Rechts motivierte Gewalt liegt auf einem anhaltend hohen Niveau. Seit 2021 haben sich die Meldungen rechter Angriffe verdoppelt. Im Jahr 2025 ging die erfassten Zahlen der Opferberatungsstellen zwar erstmals seit Jahren leicht zurück. Grund dafür sei aber nicht eine sinkende rechte Gewalt, sondern die zunehmend prekäre Situation in Beratungsstellen aufgrund von Kürzungen. Die Verbände gehen von einer steigenden Dunkelziffer aus.

Im Jahr 2025 wurden in Beratungsstellen insgesamt 3.167 Angriffe gemeldet, die rechts, rassistisch oder antisemitisch motiviert waren. Das berichtete der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) am Dienstag bei einer Pressekonferenz.