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Immobilien: Mietanstieg verliert an Dynamik – Berlin erstmals mit Rückgang Die Preise für Angebotsmieten in deutschen Städten haben im zweiten Quartal 2026 meist nur noch leicht zugelegt. Doch es gibt Ausnahmen – vor allem abseits der Metropolen.
Blick auf den Fernsehturm in Berlin: Die Mieten in der Hauptstadt sind Berechnungen zufolge binnen Jahresfrist gesunken. Foto: Getty ImagesFrankfurt. Der rasante Mietanstieg in Deutschland ist vorerst gestoppt. Im zweiten Quartal 2026 legten die Angebotsmieten in deutschen Städten nominal nur noch um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Inflationsbereinigt bedeutet das sogar ein reales Minus von 0,4 Prozent.Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Greix-Mietpreisindex des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor, der Angebotsmieten in 37 deutschen Städten und Regionen auswertet. Während sich der Zuwachs in den Metropolen verlangsamt, legten die Mietpreise in kleineren Großstädten jedoch deutlich zu.Die neuen Zahlen deuten eine leichte Trendwende an. Zuletzt waren die Mieten in Deutschland vielerorts deutlich angestiegen. Im Jahresvergleich fällt die Bilanz nominal zwar laut den Kielern noch robust aus. „Die Mietpreisdynamik schwächt sich nicht weiter ab, sondern pendelt sich bei rund drei Prozent im Jahresvergleich ein“, erklärt Jonas Zdrzalek, Projektleiter Greix beim Kiel-Institut.Da die Teuerung aber auch nach oben kletterte, verbleibt nach Berechnungen des IfW im Jahresvergleich real nur ein Plus von 0,3 Prozent, während es zum Vorquartal sogar ein Minus von 0,4 Prozent ist. Gegenüber dem Vorquartal markiert dies bereits das zweite inflationsbereinigte Minus in Folge.Auffällig ist vor allem im Jahresvergleich die Entwicklung in Berlin. Die Hauptstadt ist die einzige der acht größten deutschen Metropolen, in der die Mieten nach Berechnungen der Kieler binnen Jahresfrist sogar gesunken sind – um 0,8 Prozent.Köln mit größtem PlusAm anderen Ende der Skala steht Köln mit einem Plus von 6,0 Prozent binnen Jahresfrist, gefolgt von Hamburg (5,1 Prozent) und Düsseldorf (4,1 Prozent). Die breite Spreizung der Zahlen sei ein Beleg dafür, dass sich der deutsche Mietmarkt zunehmend in Einzelmärkte auffächert – und nicht mehr einheitlich entwickelt, argumentieren die Forscher.München, Frankfurt und Leipzig bewegten sich mit Zuwächsen vom zweiten Quartal 2025 bis zum zweiten Quartal 2026 zwischen 2,8 und 3,7 Prozent im moderaten Bereich, während Stuttgart mit nur 1,3 Prozent Jahresanstieg das Schlusslicht unter den Großstädten bildet – trotz eines der höchsten Preisniveaus.Gerade Stuttgart verdeutliche, dass Niveau und Dynamik auseinanderfielen: Die Stadt bleibe einer der teuersten Mietmärkte Deutschlands, weise zuletzt aber nur sehr geringe Wachstumsraten unter den Großstädten auf. Ein hohes Preisniveau bedeute also nicht automatisch, dass die Preise weiter kräftig steigen, und ein niedriges Niveau nicht, dass ein Markt ruhig bleibe, betont Zdrzalek.Kräftige Zuwächse außerhalb der MetropolenAuch außerhalb der acht größten Städte bleibt die Entwicklung laut der Untersuchung uneinheitlich. Besonders kräftig stiegen demnach die Angebotsmieten im Quartalsvergleich in Kiel (2,0 Prozent), Karlsruhe (1,8 Prozent), Wiesbaden (1,6 Prozent), Münster (1,6 Prozent), Lübeck (1,5 Prozent), Essen (1,4 Prozent), Wuppertal (1,4 Prozent) und Potsdam (1,3 Prozent).Immobilien Deutschlands bekanntester Luxus-Makler Engel & Völkers ordnet seine Führung neu Mietpreisrückgänge zeigten sich dagegen in Braunschweig (minus 0,9 Prozent), Erfurt (minus 0,8 Prozent), Aachen (minus 0,4 Prozent) und im Rhein-Erft-Kreis (minus 0,2 Prozent).Reguläre und befristete Mietwohnungen zeigten dabei laut den Forschern im Rückblick eine ähnliche Preisentwicklung. Seit 2015 habe sich die Kaltmiete im möblierten unbefristeten Segment bis zum zweiten Quartal 2026 ähnlich entwickelt wie bei regulären Inseraten.Möbliertes Wohnen legt kaum stärker zuDer Index der regulären Inserate liegt demnach knapp über 151 Punkten, der Index für möblierte unbefristete Kaltmieten bei etwas unter 155 Punkten. Frühere Abstände zwischen beiden Segmenten seien inzwischen fast verschwunden, so die Studienautoren. Verwandte Themen BerlinDeutschlandForschungMöblierte Mietwohnungen stehen besonders in der Kritik. Mieterverbände wittern hinter der Praxis, dass möblierte Wohnungen für mehrere Monate oder ein Jahr vermietet werden, die Absicht, die Mietpreisbremse und andere Regeln zu umgehen. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt













