PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltSchulze warnt vor BSW-Unterstützung für AfDStand: 01:01 UhrLesedauer: 2 MinutenSachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hält den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund (r) für eine «Marionette». (Archivbild) Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaIn Sachsen-Anhalt will die AfD erstmals an die Macht. Welche Rolle könnte das BSW dabei spielen? Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze glaubt, die Antwort zu haben.Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) geht davon aus, dass das BSW der AfD nach der Landtagswahl an die Macht verhilft - sollte es selbst ins Parlament einziehen. «Ich bin überzeugt davon, dass das BSW mit der AfD gemeinsame Sache machen wird, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt», sagte der CDU-Spitzenkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe.Sowohl der AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel als auch BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sei Sachsen-Anhalt egal, glaubt Schulze. Beide wollten über das Land mehr bundespolitische Bedeutung gewinnen. «Ich möchte nicht, dass Sachsen-Anhalt von Frau Weidel aus der Schweiz und von Frau Wagenknecht aus dem Saarland regiert wird», so Schulze. Den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund bezeichnete er als «eine Marionette von Alice Weidel».Marionetten in Magdeburg?BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hatte - bezogen auf eine womöglich schwierige Regierungsbildung nach der Wahl oder eine von der AfD geführte Landesregierung - vor kurzem gesagt: «Es gibt Projekte, die man mit der AfD anstoßen kann.» Diese Themen seien aber eng begrenzt. Die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten Siegmund mit den Stimmen des BSW schloss Wittig aus.Auf die Frage, ob er die Brandmauer der CDU zur AfD noch für zeitgemäß halte, antwortete Schulze in dem Zeitungsinterview ausweichend: «Ich führe diese Diskussion nicht. Ich kämpfe für eine Regierung, die Sachsen-Anhalt vernünftig regieren kann. Vor der Wahl beschäftige ich mich nicht damit, wie es nach der Wahl weitergeht. Das mache ich, wenn die Wähler entschieden haben.»AfD in Umfragen vornIn Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In den letzten Umfragen lag die AfD bei 41-42 Prozent und kann sich damit sogar Hoffnungen auf eine absolute Mehrheit machen. Die CDU kam in diesen Umfragen auf 23-26 Prozent, das BSW auf 4 oder 5 Prozent.dpa-infocom GmbH