Barnaby Joyce, Abgeordneter der australischen rechtspopulistischen Partei »One Nation«, hat im Fernsehen des Landes mit einem ungewöhnlichen Ausfall für Aufsehen gesorgt – der Politiker schrie vor laufenden Kameras seinen Hund an.Die Situation ist von Anfang an angespannt: Joyce wird im Fernsehsender ABC News zum Verhalten seiner Parteichefin Pauline Hanson befragt. Diese hatte sich für ein Podcast-Interview mit dem rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson getroffen. Joyce argumentiert etwa, wie aus einer längeren schriftlichen Zusammenfassung des Gesprächs hervorgeht , er denke nicht, dass Hanson das Treffen aktiv angestrebt habe. Vielmehr sei es im Rahmen einer Fernsehproduktion arrangiert worden.
Schließlich wird Moderatorin Sarah Ferguson persönlich: Sie konstatiert, dass Joyce seine Parteivorsitzende verteidige. »Aber fühlen Sie sich wirklich wohl damit, wo sie Sie hinführt?«, fragt sie Barnaby Joyce, der vor seiner Zeit bei »One Nation« bereits eine Karriere als konservativer Politiker hingelegt hat und zwischenzeitlich auch stellvertretender Premierminister war.Wie sehr Joyce die Frage beschäftigt, ist indes nicht mehr auszumachen. Er setzt zu einer Antwort an – und dreht den Kopf unvermittelt Richtung Boden. »Sit down!«, schreit er mit aller Kraft. Kurz danach wird klar, wem der Schrei gegolten hat: »Sorry. Es ist ein Hund«, sagt Joyce mit etwas verlegenen Gesichtszügen. Der Zeigefinger seiner linken Hand schwingt derweil im Takt seiner Worte. Dann lächelt er.










