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Die duftenden üppigen Dolden von Blauregen und Flieder verblassen langsam, dicke Hummeln und mal eine Hornisse brummen vorbei, Frösche quaken, Singvögel betreiben seit 4.30 Uhr ihren vielstimmigen Chor. Ab und zu funkt lautstark die Herde der Nilgänse auf dem See dazwischen. Und abends, wenn die ersten Fische springen, jagen am zartblauen Himmel Hunderte Schwalben in weiten Schwüngen nach Mücken, bevor sie in der Dämmerung von den pfeilschnellen Fledermäusen abgelöst werden. Die Groß Glienicker Kirchglocke schlägt zu allen halben und vollen Stunden sanft über den See. Es ist also das reinste Paradies.

In diesem Jahr kam allerdings eine Rotte Wildschweine längs von der Badestelle „Pferdekoppel“ angeschwommen, um eine Gemeinschaftswiese einmal gründlich umzugraben. Und bei einem abendlichen Picknick auf dem Steg löste sich in einem Sommer eine ganze Familie von Waschbären geschickt und völlig geräuschlos vom Ufer her aus der Dunkelheit und turnte über das Geländer in Richtung Fleisch. Die gleichen munteren Räuber, die im Morgengrauen vieläugig aus dem Kirschbaum geguckt hatten.