Hertha BSC und Mamelodi Sundowns trennten sich im österreichischen Trainingslager mit 1:1 (1:1). Das Ergebnis war aber an diesem Tag nur eine Randnotiz. Überschattet wurde die Begegnung vom Tod des südafrikanischen Nationalspielers Jayden Adams, der vor zehn Tagen im Alter von 25 Jahren gestorben war. Für sein Klub-Team, die Sundowns, war es der erste Auftritt nach dem Schock – und der Versuch, Schritt für Schritt in den Fußballalltag zurückzufinden.

Dardai überreicht Kondolenz-Bild für toten Adams

Die besondere Stimmung war vor dem Anpfiff spürbar. Hertha-Kapitän Marton Dardai überreichte den Gästen statt des üblichen Vereinswimpels ein gerahmtes Kondolenzbild mit den Wappen beider Klubs. Anschließend gedachten Spieler, Trainer und Zuschauer Adams mit einer Schweigeminute. Beide Mannschaften liefen zudem mit Trauerflor auf. Es waren kleine Gesten, die den Respekt vor der Situation des Gegners unterstrichen.

Für die Sundowns, einen der erfolgreichsten Vereine Afrikas, waren die vergangenen Tage von Trauer und Schock geprägt. Adams spielte vor seinem Tod noch für Südafrika bei der WM. Das Trainingslager war zunächst verschoben worden, ein Testspiel gegen Red Bull Salzburg fand nicht statt. Erst jetzt sah sich die Mannschaft mental in der Lage, wieder auf den Platz zu gehen.