Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Vor allem das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets soll dazu beitragen, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) auf 12 bis 13 Milliarden Euro steigt. Für 2026 hat Konzernchef Guillaume Faury (58) rund 7,5 Milliarden im Auge. Nach den Plänen des Verwaltungsrats soll Airbus binnen drei Jahren fünf Milliarden Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben.Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury am Dienstagabend in London. Derzeit präsentiert Airbus wie andere Flugzeughersteller seine Produkte auf der Farnborough Airshow nahe der britischen Hauptstadt. Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen: Die Airbus-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um mehr als 2 Prozent zu.
Airbus sitzt in seinem Kerngeschäft mit Passagierjets auf prallvollen Auftragsbüchern. Vor allem wegen Engpässen bei Zulieferern wie Triebwerksbauern kommt der Konzern kaum hinterher, die starke Nachfrage der Airlines nach seinen Flugzeugen zu stillen. So musste Faury die ehrgeizigen Produktionsziele für die meistgefragte Flugzeugfamilie A320neo wiederholt in die Zukunft verschieben.Dafür zuständig ist seit wenigen Monaten der neue Spartenchef Lars Wagner. Der Manager hatte zuvor den Chefposten beim deutschen Triebwerksbauer MTU aufgegeben. Binnen drei Jahren soll er den bereinigten operativen Gewinn der Sparte nun auf etwa zehn Milliarden Euro nach oben treiben. Das wäre fast doppelt so viel wie noch 2025.











