Der Regisseur Michel Franco erzählt im Beziehungsdrama „Dreams“ in kühlen, analytischen Bildern von einem ungleichen Paar. Gesprochen wird wenig.
Es beginnt mit einem Lkw, in dem mexikanische Migrant*innen eingeschlossen sind. Der Schleuser öffnet die Klappe, und ein junger Mann taumelt in die Nacht, in Richtung San Francisco, die Skyline im Blick. Was als Migrationsdrama beginnt, nimmt eine Abbiegung ins Schlafzimmer. Fernando (Isaac Hernández) legt sich nackt ins Bett der offensichtlich sehr wohlhabenden Jennifer (Jessica Chastain), sie kommt nach Hause, die beiden schlafen miteinander.
Migration wird in „Dreams“, dem neuen Film des mexikanischen Regisseurs Michel Franco, nicht als Sozial-, sondern als Beziehungsdrama erzählt. Ein Liebesverhältnis, das von einer radikalen Gegensätzlichkeit bestimmt ist. Der eine Partner ist in wesentlichen Belangen das Gegenteil des anderen und umgekehrt.
Der Film
„Dreams – Gefährliches Verlangen“. Regie: Michel Franco. Mit Jessica Chastain, Isaac Hernández u.a. USA/Mexiko 2025, 98 Min.






