Deutschland und Aserbaidschan wollen ihre wirtschaftliche und energiepolitische Zusammenarbeit deutlich vertiefen. Bei einem Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew am Dienstag in Berlin unterzeichneten beide Seiten eine „Gemeinsame Erklärung über die strategische Agenda der bilateralen Partnerschaft“ sowie eine Vereinbarung zur Gründung eines deutsch-aserbaidschanischen Wirtschaftsrates.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand vor allem die Energieversorgung. Deutschland bemüht sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine, seine Abhängigkeit von russischem Erdgas dauerhaft zu beenden und alternative Lieferanten zu gewinnen. Das ökonomisch aufstrebende Aserbaidschan gilt dabei als wichtiger Partner.

Merz bezeichnete die Kaukasusrepublik als „eines der wenigen Länder in der Region mit einem Energieüberschuss“. Deshalb sei Aserbaidschan ein „interessantes Partnerland“, um die Energieversorgung Deutschlands langfristig zu sichern. Bereits seit Anfang des Jahres fließt aserbaidschanisches Erdgas nach Deutschland. Der bestehende Zehnjahresvertrag sieht Lieferungen von jährlich 1,5 Milliarden Kubikmetern vor.

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