Das geplante Alkoholverbot der Deutschen Bahn stößt in der Koalition auf offene Ohren. Allerdings gibt es Bedenken bezüglich der Umsetzung. Die Linke sieht in dem Vorstoß einen Versuch, Verantwortung auf Mitarbeitende abzuwälzen.

21.07.2026, 15.28 Uhr

Hinweis auf das Alkoholverbot am Eingang zum Hauptbahnhof Köln: Die Bahn will das Verbot bundesweit einführen

Mit einem bundesweiten Alkoholverbot an Bahnhöfen will die Deutsche Bahn die Sicherheit von Mitarbeitenden und Fahrgästen erhöhen. In der Politik erntet der Vorstoß gemischte Reaktionen. So zeigt sich die Union etwa offen für den Vorschlag, sieht jedoch noch Diskussionsbedarf.

»Dass die Deutsche Bahn ihre eigenen Sicherheitsbemühungen verstärkt, begrüße ich ausdrücklich«, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, dem SPIEGEL. Er gab jedoch zu bedenken, dass dazu auch gehöre, dass die Bahn diese Regeln mit dem eigenen Personal durchsetzen werde.Nach einem »Bild«-Bericht soll es künftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein oder Schnaps zu trinken. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die Bahn bestätigte die Pläne auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa. Für die Sicherheit an Bahnhöfen ist neben den DB-Sicherheitskräften auch die Bundespolizei zuständig. Diese untersteht dem Bundesinnenministerium.