Eigentlich sind sie unübersehbar. Mehr als 570 Notruf- und Informationssäulen gibt es bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Doch pro Tag melden sich im Schnitt gerade einmal rund 800 Menschen auf diesem Weg bei der Sicherheitsleitstelle des Landesunternehmens. Könnte es sein, dass die Säulen noch nicht genug bekannt sind?Am Dienstag startete die BVG ein Pilotprojekt, mit dem sie auf die Sprechstellen in ihren U-Bahnhöfen aufmerksam machen möchte. Bodenmarkierungen in Rosa und anderen Farben sollen die Säulen, die alle mit Videotechnik überwacht werden, stärker ins Blickfeld rücken. „Damit jeder erkennt: Hier gibt es Hilfe“, sagte BVG-Chef Henrik Falk.„Pink*Zone“ ist der Arbeitstitel des Projekts, das zur Sicherheitsstrategie der BVG gehört. Die Abkürzung bedeutet: Punkt für Information, Notruf und Kontakt. Vorgestellt wurde der Test im U-Bahnhof Alexanderplatz. Auch in den Stationen Kurfürstenstraße, Britz-Süd, Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße werden Farbkonzepte ausprobiert.

Straftaten in Bahnen und Bahnhöfen: Das ist der Trend

„Es ist ein ernstes Thema, das wir zeitgemäß angehen wollen“, sagte Henrik Falk auf dem Bahnsteig der U5 in Richtung Hauptbahnhof. Zusammen mit Betriebs- und Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe gab der BVG-Chef am Dienstag den Startschuss für das Pilotprojekt, das auf weitere U-Bahnhöfe ausgedehnt wird. Über QR-Codes können sich Fahrgäste zu diesem und zu anderen Sicherheitsthemen äußern.