PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolinenetzweltNeobanken verstärkt im Visier von BetrügernStand: 11:33 UhrLesedauer: 3 MinutenBei der FIU gingen 2025 mehr als 374.000 Verdachtsmeldungen ein. (Symbolbild)Quelle: Nicolas Armer/dpaVerdachtsmeldungen bei digitalen Finanzdienstleistern steigen deutlich, meldet die Anti-Geldwäsche-Behörde FIU. Sie verzeichnete 2025 auch einen der größten aufgedeckten Fälle von Kreditkartenbetrug.Digitale Finanzdienstleister wie Neobanken sind zunehmend Ziel von Cyberbetrug. Im vergangenen Jahr gingen bei der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (Financial Intelligence Unit - FIU) entsprechende 108.158 Verdachtsmeldungen ein. Das war ein Höchstwert und deutlich mehr als im Vorjahr, als es 34.357 waren. Die überwiegende Zahl entfalle auf Neobanken, hieß es.Digitale Finanzdienstleister seien innerhalb weniger Jahre von einem Nischensegment zu einer tragenden Säule neben den klassischen Kreditinstituten geworden. Ihr Anteil an allen Verdachtsmeldungen sei von 13 auf 29 Prozent gestiegen, teilte die FIU in ihrem Jahresbericht mit. Die Dienstleister zeichnen sich den Angaben zufolge durch eine weitgehend digitalisierte Kundenbeziehung, schnellere Kontoeröffnungen sowie eine oft grenzüberschreitende Ausrichtung aus.Die FIU ist eine beim Zoll angesiedelte Behörde mit Sitz in Köln. Datenwissenschaftler, Juristen und Ermittler untersuchen dort verdächtige Geldströme. Ziel ist, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Dazu wertet die Behörde Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz aus. Die FIU beschäftigt 587 Menschen.Mehr als 300 Millionen Euro Schaden durch Fake-Abo-Betrüger2025 verzeichnete die Behörde einen der größten je aufgedeckten