Fünf Jahre lang sah es am ehemaligen Flughafen Tegel aus, als würde dort nichts geschehen. Kein Kran, kein Rohbau, nur das leere Terminal über dem weiten Rollfeld.Der Eindruck täuschte. Nicht auf dem Rollfeld entschied sich in diesen Jahren die Zukunft des Areals, sondern darunter.
30.000 Munitionsstücke unter dem alten Rollfeld
Allein im ersten Bauabschnitt des „Schumacher Quartiers“ wurden seit 2021 rund 620.000 Quadratmeter auf Kampfmittel abgesucht. Die Fachfirmen bewegten dabei etwa 860.000 Kubikmeter Boden, nach Angaben der Projektgesellschaft mehr als 55.000 Lkw-Ladungen.
Zum Vorschein kamen über 30.000 Munitionsstücke, darunter eine 250-Kilogramm-Bombe und 61 bleiummantelte Artilleriegranaten aus dem 19. Jahrhundert.
Der kurioseste Fund: ein Brustpanzer aus der Zeit um 1870, dazu eine vollständig erhaltene Kanonenkugel mit 50 Zentimetern Durchmesser.






