Die Schachspielerin will nicht als Staatsoberhaupt kandidieren. Regierungschef Magyar, der Polgar offenbar ungefragt vorschlug, sieht dabei nicht gut aus.

Judit Polgar 2013 mit ihrem Schachbuch in einer Schule

Laszlo Balogh/reuters

dpa | Die ungarische Ausnahme-Schachspielerin Judit Polgar hat die ihr angebotene Nominierung für das Amt der Staatspräsidentin abgelehnt. Sie bringe der Geste von Ministerpräsident Peter Magyar, sie als unabhängige und parteilose Kandidatin vorzuschlagen, hohe Wertschätzung entgegen, schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. „Zugleich spüre ich nicht genügend Kraft in mir, um die historische Verantwortung zu übernehmen, um eine gespaltene Nation zu einigen“, fügte sie hinzu.

Magyar hatte die 49-jährige Polgar am Sonntag für das höchste Staatsamt vorgeschlagen. Ihre Erfolge habe sie „nicht politischer Bindungen oder Beziehungen, sondern ihrem Ausnahme-Talent verdankt“, hatte er auf seiner Facebook-Seite geschrieben.