Ein Quecksilberfund in Reichenbach an der Fils in Baden-Württemberg hat zur vorübergehenden Evakuierung zahlreicher Wohnhäuser geführt. Wie die Polizei in Reutlingen am Dienstag mitteilte, wurde die giftige Flüssigkeit während eines Umzugs von einem fünfjährigen Kind an einem Lastwagen gefunden. Demnach alarmierten die Eltern die Feuerwehr, als sie bemerkten, wie ihr Kind mit der Substanz spielte.Die Einsatzkräfte vor Ort fanden laut Polizei etwa 20 Milliliter Quecksilber. Auf Weisung der Feuerwehr wurden neben dem unmittelbaren Fundbereich auch 20 umliegende Häuser mit 27 Menschen vorübergehend evakuiert. Die Bewohner konnten aber den Angaben zufolge dann wieder in ihre Häuser zurückkehren.Quecksilber ist hochgiftig. Acht Anwohner seien vorsorglich vor Ort untersucht und im Anschluss zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht worden, erklärten die Beamten. Gesundheitliche Beschwerden habe niemand aufgewiesen.Direkten Kontakt zum Quecksilber hatte laut Polizei nur der fünfjährige Junge, bei dem allerdings auch keine Vergiftungserscheinungen auftraten. Herkunft der giftigen Flüssigkeit bislang unklar Die Feuerwehr war mit 16 Fahrzeugen und 80 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit sieben Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften vor Ort. Wo die giftige Flüssigkeit herkam, blieb unklar. Der betroffene Lastwagen wurde beschlagnahmt und abgeschleppt.Quecksilber kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. In der Vergangenheit wurde das Schwermetall zum Beispiel in Batterien, Thermometern oder Leuchtstoffröhren verwendet. Besonders gefährlich ist das Einatmen der unsichtbaren Dämpfe. (dpa, AFP)
Hochgiftige Flüssigkeit: Quecksilber in Umzugs-Mietfahrzeug entdeckt – 20 Wohnhäuser evakuiert
Der Umzug einer Familie in Baden-Württemberg gerät zum Albtraum: Im Mietwagen befindet sich Quecksilber. Acht Menschen müssen ins Krankenhaus, Wohnungen werden evakuiert.










