Ausnahmegenehmigungen werden demnach künftig schwerer zu bekommen sein. Unternehmen müssen nachweisen, dass sie nach Alternativen gesucht haben, die Herkunft ihrer Materialien offenlegen und einen Plan zum ​Wechsel der Zulieferer vorlegen. Andernfalls droht ihnen der Verlust von Aufträgen, wenn sie nicht ausreichend ⁠im ⁠Inland beschaffen.»Schluss mit: 'Wir haben nichts versucht und haben keine weiteren Optionen'«, sagte der Berater des Weißen Hauses, Peter Navarro. »Das ist kein Papierkram. Das ‌ist Vorbereitung auf das Schlachtfeld.« Das Pentagon müsse ​vor Beginn ‌eines Konflikts wissen, ob Waffensysteme von ausländisch kontrollierten Zulieferern abhängig seien.Dem Dekret zufolge soll das Pentagon zudem Vorschriften erarbeiten, die Auftragnehmer dazu verpflichten, ihre Lieferketten von den Rohstoffen bis zum fertigen ‌Rüstungsgut offenzulegen. Die Unternehmen müssen die Herkunft von Mineralien, Bauteilen und Software ermitteln und Zulieferer auf ausländische Eigentümer sowie finanzielle und produktionstechnische ‌Risiken prüfen. Unzuverlässige Partner sollten ersetzt ​werden.

Der Erlass erfolgt zu ‌einer Zeit, in der das US-Verteidigungsministerium Rüstungskonzerne wie ‌Lockheed Martin und ​Boeing zu einer raschen Ausweitung der Waffenproduktion drängt. Viele kritische Mineralien und verarbeitete Materialien, die in ​Raketen, Flugzeugen und ⁠anderen modernen Systemen verwendet werden, stammen ​jedoch weiterhin ​von chinesischen Zulieferern.