Seit diesem Montag ist Andy Burnham, 56, neuer britischer Regierungschef: König Charles III. beauftragte den Labour-Politiker offiziell mit der Regierungsbildung, anschließend fuhr Burnham in die Downing Street und kündigte seine Vorhaben für das Land an, etwa einen Zehnjahresplan für wirtschaftliche Entwicklung.Über ein ganz anderes Thema hatte Burnham kurz vor seiner Ernennung gesprochen: nicht in die Mikrofone vor seinem Amtssitz, sondern in eher persönlicherer Atmosphäre, aber doch für die Öffentlichkeit: Der »Times« erzählte er von der Demenz-Erkrankung seines Vaters Roy – und dass dieser vom Amtsantritt seines Sohnes nichts wisse. »Das ist traurig, denn er wäre stolz«, sagte Burnham.Es sei auch der Verdienst seines Vaters, dass er so weit gekommen sei, sagte Burnham, die Leistung der ganzen Familie, »auch wenn er das nicht mehr weiß, gibt mir das trotzdem das Gefühl, dass wir das irgendwie gemeinsam erreicht haben«.
Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.Gemeinsam mit seinen beiden Brüdern, einer seiner Töchter und seiner Mutter war Burnham vor gut einer Woche bei seinem Vater im Pflegeheim zu Besuch, wie er erzählte: »Das war schön.« Nach Angaben der »Times« wirkte Burnham »weniger traurig als gefasst«, als es um seinen Vater ging. Dem Interview zufolge war es Roy Burnham, ein einst überzeugt links stehender Labour-Wähler, der seinen Sohn von der Politik begeistert hatte.











