PfadnavigationHomeWeltplusBackstageWissenWas unser Wissen über Gesundheit wirklich verändertVon Clara OttRessortleiterin Wissen & GesundheitVeröffentlicht am 20.05.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: Hinterhaus Productions/Getty Images; Martin U.K. Lengemann; Montage: Infografik WELTWie gesund sind Kreatin und Kollagen? Machen wir etwas zu Ebola? Oder wollen wir uns der Beziehung zwischen Müttern und Töchtern widmen? Manchmal beginnt ein Arbeitstag in unserem Ressort mit genau solchen Fragen.Einige Themen entwickeln sich aus internationalen Studien, andere aus gesellschaftlichen Debatten, wieder andere, weil wir glauben: Das halten wir für wichtig. Genau zwischen diesen Polen bewegt sich unsere Arbeit im Ressort Wissen und Gesundheit bei WELT.Vor knapp einem Jahr haben Rouven Chlebna und ich unser heute siebenköpfiges Team neu aufgestellt und den Fokus noch klarer auf das gesunde Leben gelegt. Das überdurchschnittliche Interesse und die Kommentare zeigen, wie sehr wir damit einen Nerv treffen. Zeilen wie „Die beeindruckenden Fakten hinter dem täglichen Spaziergang“ oder „Keine andere Sportart bietet einen solchen Effekt“ mögen lapidar klingen, gehören aber zu den meisterverkauften Artikeln der vergangenen Monate. Über Volkskrankheiten wie Krebs, Demenz oder die langfristigen Folgen schlechter Ernährung – wie Fettleber, Gicht, Cholesterin oder hohen Blutdruck – können wir gar nicht genug aufklären.Lesen Sie auchWie wir auf Themen kommen? Wir konferieren frühmorgens und zum Abschluss des Tages am Nachmittag, um uns auszutauschen. Wer hat eine spannende Studie gesehen? Wer hat heute Interviews, arbeitet an seinen Recherchen, bekommt etwas fertig? Für unsere Texte sprechen wir mit Wissenschaftlern, Ärzten oder anderen Experten, um entweder Interviews zu führen oder mehrere Sichtweisen darzustellen. Gerade im Gesundheitsjournalismus ist diese Prüfung entscheidend. Ein einzelnes Forschungsergebnis ist noch keine Wahrheit, und nicht jede Korrelation ist eine Erkenntnis. Unser Anspruch ist deshalb, Orientierung zu geben, ohne falsche Sicherheit zu verkaufen.Besonders spannend wird es, wenn eine Studie auf den ersten Blick klein wirkt, dann aber sehr grundsätzliche Fragen berührt: Was verrät die Nase über den Zustand des Körpers? Und was bringen Bluttests bei der Früherkennung von Prostatakrebs?Ich selbst komme viel zu selten zum Schreiben, deswegen freue ich mich sehr, dass ich in den vergangenen Monaten mit meinen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen aus dem Audio-Ressort an einem sechsteiligen Podcast arbeiten durfte. Im Rahmen des beliebten „Aha!“-Wissens-Podcasts gibt es nun „Aha! Sex-Wissen“, für das ich mit sechs Expertinnen über verschiedene Themen gesprochen habe, darunter Machtspiele, den Verlust der Lust oder Solo-Sex. Für alle, die keine Podcasts hören, haben wir die Gespräche zum Nachlesen aufbereitet. Meine Hoffnung ist, dass viele Menschen wieder ins Gespräch mit ihren Partnerinnen und Partnern kommen und die Leichtigkeit wiederauflebt, die oft verloren geht bei Sex.Lesen Sie auchWas auch meine beiden Leseempfehlungen für diese Woche aus meiner Sicht gut zeigen, ist, was Journalismus leisten kann: Komplexität verständlich erzählen, sauber einordnen und den Leserinnen und Lesern – die entweder selbst betroffen sind oder jemand Betroffenes kennen – Mut zu machen und Auswege zu bieten.Ach ja, und das vielleicht Beste an unserer Arbeit sind eigentlich die Kolleginnen und Kollegen im Newsroom, die regelmäßig zu uns kommen, wenn sie etwas aus Texten in ihr Leben übernommen haben oder uns von ihren Krankengeschichten oder Fitnesserfolgen berichten: Man müsse doch mal etwas dazu machen, das sei spannend! Stimmt nämlich meistens. Wenn auch Sie Themenanregungen haben, schreiben Sie mir gern an clara.ott@welt.de.Herzliche GrüßeClara Ott, Ressortleiterin Wissen & GesundheitDieser Beitrag entstand am 20. Mai 2026 in unserer Reihe „Backstage“, in der wir in zweiwöchigem Rhythmus den WELTplus-Abonnenten die Arbeit in der Redaktion vorstellen. Alle 14 Tage verschaffen wir Ihnen besondere Einblicke in den Redaktionsalltag wie diesen hier.
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Wie gesund sind Kreatin und Kollagen? Machen wir etwas zu Ebola? Oder wollen wir uns der Beziehung zwischen Müttern und Töchtern widmen? Manchmal beginnt ein Arbeitstag in unserem Ressort mit genau solchen Fragen.






