Eigentlich hätte der Rapper Danger Dan sein neues Lied „Keine Angst“ in der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“ performen wollen und sollen. Begleitet vom Pianisten Igor Levit. Doch dann wurde dem Zweiten Deutschen Fernsehen der Auftritt offenkundig zu heikel: Man lud die beiden in Berlin lebenden Musiker kurzfristig wieder aus. Nicht aber auf Betreiben der „Die Anstalt“-Redaktion, sondern der ZDF-Intendant schaltete sich persönlich ein.

„Musikalische und politische Ersatzveranstaltung“

Der Song ist durchaus umstritten: Während Befürworter darin einen Empowerment-Song im Engagement gegen den politischen Rechtsruck sehen, kommt auch Kritik auf: Man könne das Lied interpretieren als Aufruf zur Gewalt gegen Rechte. Zugleich steht der Song als musikalisches Kunstwerk nicht bloß unter dem Schutzmantel der Meinungs-, sondern auch der Kunstfreiheit.

Nach der Absage durch das ZDF veranstalten die beiden Musiker nun selbst einen Berliner Abend rund ums „Keine Angst“-Lied: Unter dem Titel „Die keine Angstalt“ (Bezug nehmend auf den Namen des Liedes, aber auch die ZDF-Sendung) wollen die beiden ihrem eigenen Bekunden zufolge die Kunstfreiheit zelebrieren – indem sie zu einer „musikalischen und politischen Ersatzveranstaltung“ am Dienstagabend, dem 21. Juli, ins Columbiatheater einladen.