PfadnavigationHomeRegionalesNordrhein-WestfalenTödliche Autokollision in Hürth: Fahrer legt Revision einStand: 15:32 UhrLesedauer: 2 MinutenIm Juni vergangenen Jahres fuhr ein Auto in Hürth bei Köln in eine Gruppe von Grundschulkindern. (Archivbild)Quelle: Sascha Thelen/dpaEin Mann fährt mit dem Auto über eine rote Ampel - eine Schülerin und ein Begleiter werden getötet. Nach seiner Verurteilung zu einer Jugendhaftstrafe hat der Mann nun Revision eingelegt.Nach seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen einer tödlichen Autokollision in Hürth bei Köln hat der 21-jährige angeklagte Fahrer Revision eingelegt. Das bestätigte das Landgericht Köln der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger darüber berichtet.Vier Jahre und sechs Monate Haft nach Jugendstrafrecht lautet das Urteil gegen den 21-Jährigen, der im Juni vergangenen Jahres in Hürth bei Köln mit seinem Auto über eine rote Ampel und in eine Gruppe Grundschüler gefahren war. Dabei waren eine Zehnjährige und ein 25 Jahre alter Begleiter gestorben. Der Schuldspruch vor dem Landgericht Köln erging wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung sowie gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.«Das Maß an Sorgfaltswidrigkeit, das Sie begangen haben, war außergewöhnlich hoch», machte der Vorsitzende Richter in der rund einstündigen Urteilsbegründung deutlich. Außergewöhnlich hoch sei auch das durch die Tat verursachte Leid, das den Eltern, Geschwistern, Angehörigen und Mitschülern der Opfer widerfahren sei. «Ihre Tat hat eine gesamte Kleinstadt, die Stadt Hürth, in Schockstarre versetzt», sagte der Richter.Ampel soll bereits vier Sekunden lang Rot gewesen seinDas Gericht zeigte sich nach sieben Verhandlungstagen überzeugt, dass der Angeklagte mit bis zu 57 Kilometern pro Stunde bewusst über eine Ampel gefahren sei, die bereits seit vier Sekunden Rot gezeigt habe. Dabei habe er, in Erwartung von möglichem Autoverkehr von links, in diese Richtung geschaut. Als er wieder nach vorn geschaut habe, habe sich die Schülergruppe bereits auf der Straße befunden.Eine Bremsung sei nicht mehr möglich gewesen. Der Angeklagte habe die Zehnjährige und den 25 Jahre alten Schulbegleiter frontal erfasst. Beide starben wenige Tage nach dem Unfall an schweren Schädel-Hirn-Verletzungen.Neben der Haftstrafe sprach das Gericht auch noch eine Führerscheinsperre von zwei Jahren und elf Monaten gegen den 21-Jährigen aus. Den Eltern und Geschwistern der beiden Todesopfer sprach das Gericht Schmerzensgeld in einer Gesamthöhe von 190.000 Euro zu.dpa-infocom GmbH