Vor knapp anderthalb Jahren, am 10. Februar 2025, unterzeichnete Mahmud Abbas, der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Ramallah, ein bemerkenswertes Dekret. Die Anordnung betraf palästinensische Häftlinge, die in israelischen Gefängnissen einsitzen, und die Hinterbliebenen von sogenannten Märtyrern, die bei Angriffen auf Israelis oder in Konfrontationen mit Israelis getötet worden waren. Es ging um Geld: Die Inhaftierten, so Abbas’ Dekret, sollten finanzielle Zuwendungen künftig nicht mehr entsprechend der Dauer ihrer Haft erhalten. Sondern nur noch nach wohlfahrtsstaatlichen Kriterien, aufgrund ihrer Bedürftigkeit, so wie die »Märtyrer«-Familien auch.