PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgSchüsse auf Spätis - Zusammenhänge mit Gewalt in BerlinStand: 12:56 UhrLesedauer: 2 MinutenNachts wurde auf die Scheibe eines Spätkaufs in Potsdam geschossen. (Archivbild) Quelle: Wilhelm Pischke/dpaSchüsse als Einschüchterung, Erpressung von Geschäftsleuten: In Berlin häufen sich seit längerem die Fälle. Erreichen Netzwerke der Organisierten Kriminalität jetzt Brandenburg?Nach den Schüssen auf zwei Spätis in Potsdam und der Festnahme eines Verdächtigen in Berlin ermittelt das Landeskriminalamt Brandenburg zu den mutmaßlichen Hintermännern. Es geht bei der Tat um den Verdacht, dass Geld von Geschäftsleuten erpresst werden sollte. Die Ermittlungen im Bereich der Organisierten Kriminalität stehen im Zusammenhang mit Schussabgaben in Berlin.Ermittlungen zu mutmaßlichen Auftraggebern«Wir gehen davon aus, dass er nicht allein, sondern im Auftrag gehandelt hat», sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums zur Festnahme eines 24 Jahre alten Verdächtigen. Beim Landeskriminalamt ist die Ermittlungsgruppe «Titan» mit dem Fall befasst, die im engen Austausch mit der Berliner Polizei steht.Für die Landeshauptstadt Potsdam ist das Phänomen neu, dass Kriminelle im Auftrag von Drahtziehern auf Geschäfte schießen. So soll unter anderem Druck ausgeübt werden, um eingeschüchterte Geschädigte zur Zahlung von Geld zu bewegen. Aus Polizeikreisen heißt es, die Methoden krimineller Netzwerke schwappten auf Brandenburg über.Verdächtiger in Berlin in U-HaftIn der vergangenen Woche wurde nachts in Potsdam binnen weniger Tage auf Fensterscheiben zweier Spätis geschossen. Am Donnerstagabend wurde dann ein 24 Jahre alter Verdächtiger in Berlin festgenommen. Dieser befindet sich nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt in Untersuchungshaft wegen verschiedener mutmaßlicher Schutzgelderpressungen.In Berlin sorgen seit längerem Schussabgaben und andere gewaltsame Auseinandersetzungen im kriminellen Milieu für Aufsehen. Von Revierkämpfen zwischen verschiedenen Banden mit unterschiedlicher Herkunft ist die Rede. Auch Konflikte um Schutzgelderpressung und andere Rivalitäten werden nach Einschätzung der Polizei zunehmend mit Waffen ausgetragen.dpa-infocom GmbH