Der Online-Händler erhöht in Deutschland die Löhne. Doch Gewerkschafter fordern einen weitreichenderen Schritt sowie ein Verbot von Subunternehmern.

Immer wieder versucht Verdi die Amazon-Logistikzentren für bessere Löhne zu bestreiken, so wie 2023 in Dortmund

Markus Matzel/imago

dpa | Der Online-Händler Amazon stockt das Gehalt seiner Logistik-Mitarbeiter in Deutschland etwas auf. Wie die Firma in München mitteilte, bekommen die Beschäftigten ab September nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit einen Stundenlohn von 18,87 Euro und damit 3,1 Prozent mehr als zuvor.

Amazon hat keinen Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft abgeschlossen, vielmehr legt die Firma die Entgelte selbst fest. Das kritisiert Verdi seit langem scharf. Immer wieder ruft die Gewerkschaft zu Warnstreiks bei Amazon auf, deren Wirkung sich aber in Grenzen hält. Der Online-Händler argumentiert, dass er auch ohne Tarifvertrag „ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber“ sei. Die Löhne seien seit 2014 jedes Jahr angehoben worden.