Mehrere Tage nach dem Untergang eines Passagierschiffes vor Indonesiens Küste sind am Wochenende sieben Menschen lebend aus dem Meer gerettet worden. Unter ihnen war auch eine Siebenjährige, wie örtliche Medien berichteten. Ein Passagierschiff mit insgesamt 78 Menschen an Bord sei bereits am Mittwoch vor der Inselgruppe Selayar südlich der Hauptinsel Sulawesi gesunken. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, zahlreiche weitere gelten als vermisst.

Fünf der Geretteten überlebten auf einem selbst gebauten Behelfsfloß im Meer, wie der örtliche Rettungsleiter Muhammad Arif Anwar am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Zwei weitere Überlebende wurden auf einer unbewohnten Insel entdeckt.»Nach dem Untergang rettete sich jeder mit der Ausrüstung oder den notdürftigen Schwimmhilfen, die er finden konnte«, sagte Anwar. Die fünf Menschen hätten Kanister und Korkstücke mit Seilen zusammengebunden und seien auf die so entstandene Plattform geklettert. Über mehrere Tage hätten sich von einigen Packungen Instantnudeln und Keksen ernährt.

Rettungsringe angespültAm Sonntag habe ein Suchteam dann zwei weitere Menschen gerettet, einen Mann und seine Mutter, die es auf eine unbewohnte Insel geschafft hatten. Sie berichteten, dass mehrere Gruppen den Untergang überlebt hatten, aber schließlich durch starke Winde voneinander getrennt wurden.Örtliche Medien berichteten außerdem von Rettungsringen mit dem Namen des Schiffes, »KM Nurul Salsa«, die an einer unbewohnten Insel angespült worden seien. Die Suche nach den übrigen 18 Vermissten dauerte an. Daran beteiligten sich fünf größere Schiffe, ein Aufklärungsflugzeug und ein Hubschrauber.