Der kritische Künstler war einer von hunderten politischen Gefangenen in dem kommunistisch Kuba. Von Miami aus will er weiter Kunst machen.

Mit Jubel empfangen: Der kritische Künstler Otero Alcántara kommt am Samstag in Miami an

David Santiago/ap

afp | Nach Verbüßen einer mehrjährigen Haftstrafe ist der regierungskritische kubanische Künstler Luis Manuel Otero Alcántara in die Vereinigten Staaten ausgereist. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte am Samstag (Ortszeit) seine Ankunft im Land. Gleichzeitig forderte er die „sofortige Freilassung der mehr als 700 zu Unrecht inhaftierten politischen Gefangenen“ in dem kommunistisch geführten Karibikstaat. Otero Alcántara will laut seiner Facebook-Seite in den USA „weiterhin Visionen für die Freiheit Kubas entwickeln“.

Otero Alcántara traf in Miami im US-Bundesstaat Florida ein, wie ein am Flughafen aufgenommenes Video zeigt, das die Aktivistin Anamely Ramos der Nachrichtenagentur AFP übermittelte. Der 38-Jährige sei nach „fünf Jahren ungerechtfertigter Haft (…) endlich freigelassen worden“, hatte es zuvor auf der von Freunden betriebenen Facebook-Seite des Künstlers geheißen. Er habe ein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten erhalten.