Stand: 19.07.2026 • 08:12 Uhr

Das kaputtgesparte Schienennetz soll Stück für Stück repariert werden. Doch bei Sanierungen gab es häufig Probleme. Verkehrsminister Schnieder verweist auf die Bahn - aber das lässt ihm nicht jeder durchgehen.

"Wir haben heute gute Nachrichten für unsere Fahrgäste", verkündete Bahnchefin Evelyn Palla gerade erst in Berlin - gemeint war aber nur die angekündigte Kommunikationsoffensive des Konzerns. Wenn es um die Erneuerung wichtiger Bahnstrecken geht, häufen sich die Negativschlagzeilen: So wie diese Woche in Nordrhein-Westfalen, als die Strecke Köln-Wuppertal trotz längerer Sanierung mit großen Problemen wieder in Betrieb ging.

Dabei klang die Idee hinter den sogenannten Generalsanierungen beim Start vor zwei Jahren mal ganz vielversprechend: Statt ewig im laufenden Betrieb an Gleisen oder Stellwerken herumzuschrauben lieber einmal für ein paar Monate alles dichtmachen - und dann lange Ruhe haben, hoffte auch die Politik.

"Wir wollen mehrere Jahre Baufreiheit auf diesen Strecken, wir wollen sie richtig auf Vordermann bringen und möglichst alles machen, was dort ansteht", erklärt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bei Politico. Und muss zugeben: "Wir haben nicht alle Ziele erreicht, die wir vorher vereinbart haben."