Leon Stassen blickt den Baum hinauf und nickt zufrieden. Heute sind es mal nur eine Handvoll Nester. Sie hängen auf halber Höhe der Eiche am Stamm, groß wie Tennisbälle aus grauem, schmutzigem Filz: Säcke, in denen sich Tausende Raupen des Eichenprozessionsspinners verpuppt haben. Als Baumpfleger in diesem verfluchten Raupensommer ist Stassen da ganz anderes gewohnt: „Manchmal siehst du den Stamm gar nicht mehr, nur noch eine einzige sich bewegende Masse.“