PfadnavigationHomePanoramaÖsterreichZwei Deutsche verunglücken tödlich beim Klettern, Seniorin nach vier Tagen lebend in Bergen gefundenStand: 01:27 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Schafalpenköpfe nahe der deutschen Grenze gelten für Kletterer als anspruchsvollQuelle: picture alliance/Zoonar/Michael PedrottiEin Urlauber stürzt an einem Klettersteig in Vorarlberg, einer beim Abstieg von der Wildspitze in den Ötztaler Alpen. Beide Männer überleben nicht. Ein glückliches Ende nimmt eine viertägige Suche nach einer Seniorin in den Tiroler Bergen.Zwei Deutsche sind in Österreich beim Klettern tödlich verunglückt. Ein Urlauber aus Fürth war nach Angaben der Landespolizeidirektion Vorarlberg gemeinsam mit einer Begleiterin unterwegs auf einem Klettersteig auf der Fluchtalpe in Mittelberg, nahe der deutschen Grenze. Gegen 12.50 Uhr hätten die beiden den südlichen Schafalpenkopf erreicht. Der Urlauber habe zuvor über Kraftverlust geklagt und geäußert, den Klettersteig unterschätzt zu haben, teilte die Polizei mit.Als er sein Klettersteigset aushängte, habe er demnach das Gleichgewicht verloren und sei zunächst über steiles Gelände und anschließend rund 100 Meter über eine senkrechte Felswand in Richtung Deutschland abgestürzt. Der Mann erlitt nach Angaben der Polizei tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Er wurde mit einem Polizeihubschrauber geborgen. Weitere Details zur Identität des Toten wurden zunächst nicht bekannt.Lesen Sie auchIn den Ötztaler Alpen im Gemeindegebiet von Sölden ereignete sich am Vormittag ein weiterer tödlicher Absturz. Beim Abstieg von der Wildspitze verlor ein 63-jähriger Deutscher nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA aus bisher unbekannter Ursache das Gleichgewicht und stürzte rund 200 Meter ab. Der Mann erlag laut Polizeiangaben seinen Verletzungen und wurde mit einem Polizeihubschrauber geborgen.Der Vorfall ereignete sich gegen 10.45 Uhr. Der Verunglückte war Teil einer fünfköpfigen Gruppe, die an einer geführten Tour vom Taschachhaus in Richtung Wildspitze teilgenommen hatte. Beim Abstieg über den Südwestgrat war die gesamte Gruppe ohne Seil abgestiegen.Suche nach 74-Jähriger endet nach vier Tagen glücklichEin glückliches Ende nahm hingegen eine Suchaktion in den Tiroler Bergen. Am Freitagabend meldete eine 53-jährige Österreicherin ihre 74-jährige Mutter als vermisst. Die Mutter war zuletzt gesehen worden, wie sie ihre Wohnung in Lienz am Dienstag gegen 10 Uhr in unbekannte Richtung verlassen hatte. Lesen Sie auchDie Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die 74-Jährige am Tag ihres Verschwindens um 08:40 Uhr in einen Bus eingestiegen und beim Parkplatz Pedretscher Kaser ausgestiegen war, um wandern zu gehen. Aufgrund ihrer Erkrankung dürfte sich die Dame im Wilfener Tal verirrt und bis zum Samstag dort ausgeharrt haben. Lesen Sie auchEs begann eine aufwendige Suchaktion, an der die Bergrettung Lienz mit 43 Kräften, die Freiwillige Feuerwehr Assling sowie der Polizeihubschrauber und ein Polizist mit Suchhund teilnahmen. Schließlich konnte die Seniorin am Samstagmorgen von der Bergrettung Lienz neben dem Wilfener Talweg stark unterkühlt, aber ansprechbar angetroffen werden. Die Frau wurde ins Krankenhaus geflogen. „Aufgrund ihrer Erkrankung dürfte sich die Dame im Wilfener Tal verirrt und bis zum 18. Juli dort ausgeharrt haben“, erklärte ein Polizeisprecher abschließend.dpa/saha