PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätAngriffe in der HauptstadtMehrere schwere Gewalttaten in Berlin – Verletzte durch Messer und BaseballschlägerStand: 18:44 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: Jens Kalaene/dpaBerlin erlebt ein Wochenende mit brutalen Angriffen: Nach einer Attacke an einer Tankstelle im Süden der Hauptstadt kämpfte ein 18-Jähriger um sein Leben, in Kreuzberg wurden drei Menschen durch Messerstiche verletzt. In Spandau wurde ein Mann angegriffen, weil er schwul ist.In den vergangenen Tagen ist es in Berlin zu Angriffen mit Messern und Baseballschlägern gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt und mussten teilweise notoperiert werden.So wurden am Görlitzer Park im Berliner Stadtteil Kreuzberg zwei 25 Jahre alte Männer mit einem Messer verletzt. Beide mussten laut Polizei stationär im Krankenhaus behandelt werden. Ein 22 Jahre alter Tatverdächtiger wurde festgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann in der vergangenen Nacht im Park unterwegs und soll mehrere Menschen angesprochen sowie Streit provoziert haben. Er soll auf einen der Männer zugegangen sein und unvermittelt auf ihn eingestochen haben. Dessen Begleiterin sei eingeschritten, woraufhin der 22-Jährige von ihm abgelassen habe. Der 25-Jährige wurde am Rücken verletzt und nach einer Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht. Noch während des Einsatzes meldete sich in der Nähe ein weiterer 25-Jähriger mit einer Stichverletzung am Unterarm. Auch er gab an, von dem Tatverdächtigen angesprochen und anschließend mit einem Messer verletzt worden zu sein.Lesen Sie auchEinsatzkräfte stellten bei dem 22-Jährigen ein Messer sicher, das als mutmaßliche Tatwaffe geprüft werde. Wegen des Verdachts, unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden zu haben, wurde ihm auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Blut abgenommen. Laut der „B.Z.“ kommen die beiden Opfer aus Guinea, der Täter aus Rumänien. Der Görlitzer Park ist seit Jahren Gegenstand politischer Diskussionen. Der Berliner Senat aus CDU und SPD hatte 2023 beschlossen, den Park nachts zu schließen, um Drogenhandel und Kriminalität einzudämmen. Anfang Juni entschied das Verwaltungsgericht Berlin, dass der Park zunächst wieder geöffnet werden muss. Geklagt hatten fünf Anwohner und Mitglieder des Bündnisses „Görli zaunfrei“, die die Schließung für rechtswidrig halten.Männer schlagen mit Baseballschläger auf Auto einIn Berlin-Mariendorf wurden am Samstag drei Personen bei einem brutalen Angriff an einer Tankstelle verletzt. Ein 18-Jähriger wurde dabei mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Nach einer Notoperation besteht nach Angaben der Polizei keine Lebensgefahr mehr. Nach bisherigen Erkenntnissen saßen der 18-Jährige sowie seine 16 und 20 Jahre alten Begleiter an einer Tankstelle in einem Auto, als vier bislang unbekannte Männer sie unvermittelt angriffen. Sie sollen zunächst mit einem Baseballschläger auf den Wagen eingeschlagen und dabei Scheiben zerstört haben. Anschließend habe einer von ihnen den 18-Jährigen mit einem Messer verletzt. Die Tatverdächtigen flüchteten.Lesen Sie auchDer Verletzte wurde nach Angaben der Polizei zunächst von Zeugen erstversorgt. Die Rettungskräfte brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wurde. Die beiden Begleiter wurden nach Polizeiangaben durch die zertrümmerten Fahrzeugscheiben verletzt. Mann schwer am Auge verletztEin Mann ist in Berlin-Kreuzberg am frühen Samstagmorgen vor einem Imbiss von drei Männern überraschend angegriffen worden. Er wurde laut Polizei am Auge schwer verletzt. Ein Angreifer habe ihn mit einem Messer verletzt. Ein Spaziergänger griff ein und sorgte für ein Ende des Angriffs. Die Männer seien geflüchtet. Das Opfer wurde in einem Krankenhaus stationär aufgenommen.Lesen Sie auchBereits am Donnerstag soll zudem ein 38-jähriger Mann in Spandau homophob beleidigt und im Anschluss mit einem Messer bedroht worden sein, wie die Polizei am Freitag bekanntgab. Der Tatverdächtige habe ein Messer im Hosenbund gezeigt und verbal gedroht, den 38-Jährigen zu verletzen, teilte die Polizei mit. Der Fall ereignete sich demnach am Donnerstagnachmittag im Südpark des Spandauer Ortsteils Wilhelmstadt.Zunächst soll der Tatverdächtige den Geschädigten gefragt haben, ob er schwul sei. Als dieser bejahte, soll es zum weiteren Tatverlauf gekommen sein. Daraufhin habe sich der 38-Jährige entfernt und die Polizei gerufen. Die Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen den Angaben nach in der Nähe festnehmen und das mutmaßliche Tatmesser beschlagnahmen. Auf der Wache wurde demnach festgestellt, dass gegen den Verdächtigen eine offene Fahndung vorlag. Nach der Zahlung des Geldbetrags sei der Mann entlassen worden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.jho mit dpa/epd