Indien hat erstmals eine privat entwickelte Orbitalrakete erfolgreich gestartet. Die Vikram-1 habe ihren ersten Testflug erfolgreich absolviert, erklärte das Raumfahrtunternehmen Skyroot Aerospace am Samstag im Onlinedienst X. »Hallo Weltraum, wir sind angekommen!«, schrieb das Unternehmen.

Der Start gilt als wichtiger Schritt für Indien, das seinen Anteil an der weltweiten Raumfahrtwirtschaft ausbauen will. Bislang wurde die indische Raumfahrt weitgehend von der staatlichen Raumfahrtbehörde Isro geprägt.Raumfahrtsektor für private Investitionen geöffnetZiel der Mission ist es, die Antriebs-, Avionik-, Telemetrie-, Lenk-, Navigations- und Steuerungssysteme der Rakete im Flug zu erproben und gleichzeitig Daten für künftige kommerzielle Starts zu sammeln, so das durchführende Unternehmen Skyroot. Skyroot wurde 2018 gegründet und gehört zu einer neuen Generation indischer Raumfahrt-Start-ups, die nach der Liberalisierung des Sektors Unterstützung von internationalen Investoren erhalten haben.

Indien öffnete seinen Raumfahrtsektor im Jahr 2020 für private Investitionen und ermöglichte es Start-ups, Raketen und Satelliten zu bauen sowie Startdienstleistungen anzubieten – Tätigkeiten, die jahrzehntelang von der staatlichen Indian Space Research Organisation (ISRO) wahrgenommen wurden. Die Regierung strebt an, den Anteil Indiens an der weltweiten Raumfahrtwirtschaft bis 2033 von derzeit rund acht Milliarden US-Dollar auf 44 Milliarden US-Dollar zu steigern; dabei setzt sie darauf, dass private Unternehmen dazu beitragen können, sich in einem Markt zu behaupten, der von Akteuren aus den USA, Europa und China dominiert wird.