Stuttgart/Ludwigsburg/Bodelshausen (dpa/lsw) - Nach Unwettern mussten Feuerwehr und Rettungskräfte zu mehreren Einsätzen im Südwesten ausrücken. Die Polizei berichtet von mehreren Blitzeinschlägen, Unfällen und weiteren Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr.Bahnverkehr am Stuttgarter Hauptbahnhof beeinträchtigtNach Angaben einer Bahnsprecherin ist am Freitagabend ein Blitz in ein Stellwerk im Raum Stuttgart eingeschlagen. In der Folge kam es zu technischen Einschränkungen auf der Strecke von Stuttgart nach Mannheim. Der Fernverkehr war dadurch knapp zwei Stunden unterbrochen, die S-Bahn war nicht beeinträchtigt, wie die Sprecherin mitteilte. Mittlerweile seien die Störungen wieder behoben.Feuer nach BlitzeinschlägenAuch in Bodelshausen (Landkreis Tübingen) schlug ein Blitz in ein Haus ein und löste damit ein Feuer aus. Die einzige Hausbewohnerin konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen, wie die Polizei mitteilte. Knapp 50 Feuerwehrleute löschten die Flammen, doch das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.Außerdem brannte es nach einem weiteren Blitzeinschlag in einem Mehrfamilienhaus in Ludwigsburg. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und brachte die Flammen schnell unter Kontrolle. Die Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen und anschließend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, wie es hieß. Der entstandene Schaden wird auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt.Gefährliche Lage auf den StraßenDer Straßenverkehr wurde ebenfalls durch das Unwetter beeinträchtigt. Bei einem Unfall auf der regennassen Autobahn 5 bei Appenweier (Ortenaukreis) sind zehn Menschen verletzt worden. Ein Auto war nach Polizeiangaben vermutlich wegen Aquaplanings ins Schleudern geraten, rammte einen anderen Wagen, die Leitplanke und schließlich einen Reisebus. Zehn der zwölf Businsassen wurden leicht verletzt, fünf von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die beiden Autofahrer blieben unverletzt. Den entstandenen Schaden schätzte die Polizei auf rund 100.000 Euro. Der Verkehr musste vorübergehend über den Standstreifen geleitet werden, wodurch sich ein kilometerlanger Rückstau bildete.Das Unwetter hinterließ in weiteren Teilen Baden-Württembergs Spuren: In Leonberg fielen Äste auf die Straße, auch Gullydeckel wurden dort aus der Fahrbahn gehoben. Auch das Polizeipräsidium Reutlingen berichtete von vermehrten unwetterbedingten Anrufen. In den meisten Fällen habe es sich dabei aber um nichts Ernstes gehandelt, hieß es.© dpa-infocom, dpa:260718-930-403728/1