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Vanessa Göcking: Sie hat vor zwei Jahren einen eigenen Verlag gegründet. Foto: PR Bücher: Dieser Verlag veröffentlicht ausschließlich „Spiegel“-Bestseller Romane, die im Vani-Verlag erscheinen, haben zwei Dinge gemeinsam: Sie werden von Frauen geschrieben und werden „Spiegel“-Bestseller. Wie ist der Gründerin Vanessa Göcking das gelungen?

Erfurt. An einem Donnerstagnachmittag im Juli öffnet ein Paketbote die Tür zu Vanessa Göckings Büro. „Vani Media?“, fragt er. „Vani Verlag“, korrigiert Göcking. Er habe neun Pakete für sie, ob jemand helfen könne? Sie steht von ihrem Schreibtisch auf, folgt ihm von der ersten Etage bis zum Wagen, der vor der Tür parkt. Sie denkt: Eigentlich war Transport bis zur Bürotür vereinbart.An diesem Vorgang lassen sich gleich drei Dinge ablesen: Vanessa Göcking, 33, tritt zwar freundlich auf, achtet aber sehr genau auf die richtigen Worte. Ihr fällt es auf, wenn jemand nicht die Leistung erbringt, für die sie ihn bezahlt hat. Und: Das Büro, das sie erst vor wenigen Wochen bezogen hat, ist nicht der Ort, an dem sie sich ständig aufhält.In den Paketen sind Topfpflanzen aus Plastik. Andere würden sich vermutlich nicht halten, weil sie viel unterwegs ist oder im Homeoffice arbeitet. Der Raum in einem Bürogebäude am Stadtrand von Erfurt, Thüringen, ist der einzige, über den ihr Verlag verfügt. Wozu ein ganzes Gebäude mieten, wenn auch ein einzelnes Zimmer reicht? Selbst WLAN hat sie hier nicht gemietet, Internet bezieht sie über den Hotspot ihres Smartphones. Das kostet nicht extra.Die Vani Verlag GmbH, deren einzige Gesellschafterin und Geschäftsführerin Göcking ist, existiert erst seit 2024. Der Verlag hat sechs Bücher veröffentlicht, darunter vier, die sie geschrieben hat. Im ersten vollen Geschäftsjahr 2025 verkaufte das Unternehmen nach eigenen Angaben 120.000 Bücher und machte 1,45 Millionen Euro Umsatz. Der Jahresabschluss 2024 weist einen Überschuss von mehreren Hunderttausend Euro auf.Vanessa Göcking in ihrem Büro in Erfurt: „Hätte ich es gemacht wie alle anderen, wäre ich hoffnungslos untergegangen.“ Foto: PRAlle Titel waren in der „Spiegel“-Bestsellerliste, sozusagen die Verkaufscharts der Buchbranche. Nur einer nicht auf Platz 1. Alle wurden von Frauen geschrieben. Das soll auch so bleiben.Wie ist Göcking das ohne Verlagserfahrung gelungen in einer Branche, die 2025 2,7 Prozent weniger Umsatz gemacht hat als im Vorjahr und auch sonst eher schrumpft als wächst? „Hätte ich es gemacht wie alle anderen, wäre ich hoffnungslos untergegangen“, sagt sie. Eine Erfolgsgeschichte in vier Kapiteln.I. Kapitel: Die Autorin Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt