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Quartalszahlen: Volvo Cars von China ausgebremst – Gewinneinbruch im Quartal Der Gewinn von Volvo Cars halbiert sich – Folge des einbrechenden Automarkts in China. In der zweiten Jahreshälfte soll es dank dem elektrischen EX60 wieder besser aussehen.
Der elektrische Volvo EX60. Foto: REUTERSDer Einbruch des Automarkts in China lastet auch auf Volvo Cars. Der mehrheitlich zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Autobauer musste im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch verkraften, wie er am Freitag mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) ging von April bis Juni um die Hälfte auf 800 Millionen schwedische Kronen (rund 72,50 Millionen Euro) zurück. Hauptgrund für den Rückgang war ein unerwartet starker Absatzeinbruch in der Volksrepublik. Die Aktie des Herstellers büßte zum Handelsauftakt acht Prozent an Wert ein. Dies war der stärkste Kurssturz seit Februar. Auch deutsche Hersteller kämpfen mit Rückgängen in China. Ihnen will Volvo in ihrem Heimatmarkt mehr Konkurrenz machen.In China brachen die Verkäufe von Volvo Cars um satte 35 Prozent ein. Dies drückte die operative Marge von 1,6 Prozent im Vorquartal auf 1,1 Prozent. „Es ist eine sehr schwierige Situation. Die Absatzzahlen sind rückläufig und es herrscht ein harter Preiskampf“, sagte Konzernchef Hakan Samuelsson Reuters. Die Profitabilität in China sei daher alles andere als zufriedenstellend. Vertriebschef Erik Severinson betonte, dass sich das Unternehmen nicht an Rabattschlachten beteiligen wolle. China sei derzeit die schwierigste Region in der gesamten Automobilindustrie.Auch andere Hersteller kämpfen mit Problemen auf dem weltgrößten Automarkt: Der deutsche Konkurrent BMW hatte kürzlich für das zweite Quartal einen Absatzrückgang von 30 Prozent in China gemeldet und eine Gewinnwarnung herausgegeben, die der Konzern teilweise mit der Entwicklung in China begründete. Auch Mercedes und Volkswagen vermeldeten für das Quartal ein Minus auf dem einst hochprofitablen Exportmarkt.Autobauer in Not BMW, Mercedes und VW stehen vor dem nächsten China-Crash Es sollte alles besser werden in China: BMW mit der Neuen Klasse, VW mit einer Produktoffensive, Mercedes mit selbstfahrenden Modellen. Doch jetzt werden die deutschen Hersteller erneut zurückgeworfen. von Annina Reimann, Martin Seiwert und Jörn PetringVolvo will mehr Elektroautos in Deutschland verkaufenFür die zweite Jahreshälfte stellt Volvo Cars jedoch eine Besserung in Aussicht. Der Autobauer rechnet mit einer steigenden Gewinnmarge und einem Absatzplus von zehn Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr. Treiber dafür soll der Produktionshochlauf des neuen Elektro-Flaggschiffs EX60 sein. Zudem setze das Unternehmen auf ein Wachstum in Europa und eine anhaltende Erholung in den USA, erklärte Samuelsson.Den deutschen Automarkt habe Volvo dabei im Fokus, sagte Volvo-Vorstand Severinson Reuters. Immerhin handele es sich ungeachtet hohen Wettbewerbsdrucks durch heimische Hersteller um den größten Markt Europas. Doch gebe es in der Bundesrepublik eine Wende hin zu Elektroautos – und davon werde Volvo Cars profitieren. Der Konzern plane auch eine Marketing-Offensive.Der chinesische Automarkt steht seit längerem massiv unter Druck. Im Juni ging der Absatz in der Volksrepublik insgesamt um 23,4 Prozent auf 1,62 Millionen Fahrzeuge zurück, wie aus Daten des Branchenverbandes CPCA hervorgeht. Es war der neunte Monat in Folge mit einem Absatzminus. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick
