Die beiden Verdächtigen im Fall der Cyberangriffe auf die Londoner Verkehrsbetriebe, Thalha Jubair und Owen Flowers, wurden zu Gefängnisstrafen von je fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das teilte die National Crime Agency des Vereinigten Königreichs mit. Zwischen dem 31. August und dem 3. September 2024 hatten die beiden jungen Männer die Tat begangen. Sie waren Teil der bekannten Hackergruppe „Scattered Spider“.

Die Schäden, die für die Verkehrsbetriebe, namentlich Transport for London (TfL), bei dem Cyberangriff entstanden sind, belaufen sich auf circa 34 Millionen Euro. Schätzungen zufolge hätte der Angriff aber zu Schäden in Höhe von umgerechnet circa 66 Milliarden Euro für die britische Wirtschaft führen können, hätten es die Angreifer geschafft, das Verkehrsnetz lahmzulegen.

Zum Zeitpunkt des Angriffs sorgten Jubair und Flowers für erhebliche Einschränkungen im Betrieb von TfL. Außerdem mussten später alle 27.000 TfL-Mitarbeiter ihr Passwort vor Ort in einem Büro zurücksetzen. 148 Systeme fielen aus, von denen ein Teil nicht automatisch zurückgesetzt werden konnte und manuelle Maßnahmen benötigte.

Beide hatten sich am Tag ihrer geplanten Verhandlung vor dem Woolwich Crown Court am 22. Juni für schuldig bekannt. Bei dem Fall handelt es sich erst um die zweite Strafverfolgung unter dem Computer Misuse Act im Vereinigten Königreich.