Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet im Laufe des Nachmittags und Abends für Berlin und Brandenburg mit teils schweren Gewittern und Starkregen. Ab dem Nachmittag bilden sich wieder Schauer und Gewitter, wie ein DWD-Meteorologe sagte. „Die können sehr kräftig sein.“ Außerdem geht der DWD von Hagel, Starkregen und schweren Sturmböen aus, die sich von Westen nach Osten verschieben.Der DWD gab eine Unwetterwarnung für den Landkreis Potsdam-Mittelmark heraus. „Es besteht die Gefahr des Auftretens von extremen Gewittern“, heißt es darin. Möglich seien Blitzschläge, umstürzende Bäume und Hochspannungsleitungen, abgedeckte Dächer, massive Schäden an Gebäuden, die Überflutung von Straßen und Kellern und Erdrutsche.In der Westhälfte Brandenburgs beginne es am frühen Nachmittag, in Berlin bleibe es bis etwa 16.00 Uhr relativ ruhig. Die Osthälfte Brandenburgs sei dann am Abend und in der ersten Nachthälfte betroffen, sagte der Sprecher. Entlang der Oder und Neiße ziehen die letzten Gewitter nach DWD-Angaben gegen Mitternacht ab. Im schlimmsten Fall bis zu 60 Liter RegenMeistens um die 30 Liter und teils auch über 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde könne es regnen. Lokal könne es mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter sogar „extrem heftigen Starkregen“ geben, sagte der DWD-Sprecher. Dies sei aber der „worst case“, also der schlimmste Fall, der nur sehr vereinzelt auftrete. Die schweren Sturmböen könnten Geschwindigkeiten von 80 bis 100 Kilometer pro Stunde erreichen, teils könne es sogar orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde geben. Die stärksten Böen sollen voraussichtlich am späten Nachmittag und Abend im Süden Brandenburgs auftreten, sagte der Sprecher. Wenn der Wind mit Stärke 10 auf belaubte Bäume treffe, gebe es ein höheres Risiko, dass Äste abbrechen, sagte der DWD-Sprecher. Durch die Blätter böten die Bäume mehr Angriffsfläche, außerdem sei es mit anhaltend hohen Temperaturen ohne wiederholte, breitflächige Niederschläge zuletzt tendenziell trocken gewesen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) warnte vor herunterfallenden Ästen in den Parks. Die Temperaturen steigen zunächst noch auf 28 bis 30 Grad. Soeren Stache/dpaWechselhaftes WochenendeIn der Nacht zu Samstag kann es noch kräftige Schauer und Gewitter geben, die nach Osten abziehen. Es kühlt nachts auf 16 bis 18 Grad ab. Am Wochenende beruhige sich das Wetter etwas, sagte der Sprecher. Der Samstag sei mit 23 bis 26 Grad ein Übergangstag mit böigem Wind, bevor am Sonntag der Wetterwechsel spürbar sei. Die Höchsttemperaturen liegen am Sonntag bei 20 bis 22 Grad. Auch die kommende Woche werde wechselhaft und deutlich kühler. Es gebe voraussichtlich auch mal Schauer und Gewitter.© dpa-infocom, dpa:260717-930-397775/4