Dieser Tage ist Günther Jauch 70 geworden. Dies ist bemerkenswert, weil es zu einem meiner Lieblingsthemen passt: Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit. Möglicherweise vergeht die Zeit auch deswegen schneller, weil man älter wird. Weil man die Zeit, anders als etwa die Hitze, nicht spürt und sie, anders als eine kühle Gazpacho, auch nicht schmeckt, kann man die „Bewegung“ der Zeit nur aus dem eigenen Gefühl heraus beschreiben, nicht aber aus einer Sinneswahrnehmung („aua, das hat wehgetan“). Im konkreten Fall: Ich war ungefähr zur selben Zeit wie Jauch auf der Deutschen Journalistenschule. Das scheint mir gar nicht so lange her zu sein. „Scheinen“ ist das angebrachte Wort, denn in Wirklichkeit war das Ende der Siebzigerjahre, als Helmut Schmidt regierte und Boney M. gerade einen Hit mit dem Titel „By the Rivers of Babylon“ hatten. Verdamp lang her (BAP, 1981).
Altern mit Günther Jauch: ein Grund zum Feiern?
Ein paar Gedanken über späte Geburtstagskinder und Anlässe, bei denen man vielleicht sogar mal feiern könnte.






