Matthias Platzeck und Ronald Pofalla erscheinen schon zwanzig Minuten vor der Zeit. Es ist der Montagmorgen dieser Woche, 10.40 Uhr, als sich die Schiebetür des Hotels Four Seasons in Aserbaidschans Hauptstadt Baku mit einem Ruck für die beiden Schattendiplomaten öffnet. Gleich sollen sie in einem abgeschirmten Besprechungsraum des Hotels eine Delegation Putin-Getreuer aus Moskau treffen. Schon am Eingang der blumengeschmückten Lobby werden sie von einer jungen Frau freundlich empfangen. Man würde die beiden gerne ansprechen, aber schon ist die junge Frau mit Pofalla, Platzeck und deren Begleitern im Aufzug verschwunden, der sie in den zweiten Stock führt. Dort ist ein Sitzungssaal für das geheime Treffen reserviert, bei dem der mächtige Gazprom-Verwaltungsratschef Viktor Subkow mit einer beachtlichen Delegation aus Moskau zum Kaspischen Meer gereist ist.
Geheimtreffen in Baku: Deutsch-russische Beziehungspflege hinter verschlossenen Türen
Deutsche Politiker treffen sich in Baku heimlich mit Abgesandten des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Was haben sie vor? Und was haben sie zu verbergen?









