Der US-Präsident sät in einer Rede Zweifel am Wahlsystem seines Landes und wirft China angebliche Manipulation vor. Seine Motive sind durchsichtig.
Von Ja-Sagern umringt: Trump bei seiner „Rede an die Nation“ im Weißen Haus
Saul Loeb/afp
Fast sechs Jahre ist es her, dass sich US-Präsident Donald Trump bei einer Präsidentschaftswahl geschlagen geben musste. Trotz seines Erfolgs bei der darauffolgenden Wahl 2024 kann er seine Niederlage bei der vorhergehenden Wahl 2020 anscheinend nicht vergessen. Wie ein Besessener verbreitet der 80-jährige Republikaner seither Spekulationen und haltlose Behauptungen, die seiner Ansicht nach beweisen sollen, dass er auch 2020 der wahre Wahlsieger gewesen sei.
Am Donnerstagabend folgte ein weiterer Versuch, das amerikanische Volk davon zu überzeugen. In einer Primetime-Rede verbreitete er erneut wilde Behauptungen, die das US-Wahlsystem als eine Farce erscheinen lassen. „Unsere Wahlen waren anfällig dafür, manipuliert und gestohlen zu werden, und das Vertrauen des amerikanischen Volkes ging verloren. Dies darf nicht so weitergehen“, sagte Trump während seiner knapp 25-minütigen Oval-Office-Ansprache aus dem Weißen Haus. Wie immer ließ er es an Beweisen fehlen, die belegen würden, dass es wirklich zu systematischen Wahlbetrug gekommen wäre, die dem Demokraten Joe Biden zum Wahlsieg verholfen hätten.










