Im Zusammenhang mit dem Verkauf von WM-Tickets hat das Landgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen die FIFA erlassen. Der Beschluss gebe dem Fußball-Weltverband auf, „bestimmte Gestaltungen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Verbrauchern zu unterlassen“, teilte das Gericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen den Beschluss ist Widerspruch möglich.Die Ticketverkaufsplattform Ticombo GmbH als Antragsstellerin wirft der FIFA manipulative Ticketvergabeverfahren vor. Dabei geht es unter anderem um Zeitdruck und die Gestaltung des Kaufablaufs sowie um mangelnde Transparenz auf der Wiederverkaufsplattform des Weltverbands.Die FIFA steht seit Monaten wegen hoher Preise und ihrer Praktiken beim Ticketverkauf für das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in der Kritik. Auch die US-Justiz beschäftigte sich schon mit dem Thema.Durch ein dynamisches Preismodell schwanken die Beträge, die Fans für Eintrittskarten bezahlen müssen, stark. Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die FIFA die Preise zudem nicht und profitiert bei Verkäufen gleich doppelt. Der Weltverband kassiert pro Ticket eine Gebühr von 15 Prozent vom Verkäufer und vom Käufer. (dpa)Der viel kritisierte Rasen im WM-Stadion von East Rutherford ist nach Angaben des Welt-Fußballverbandes FIFA bereit für das Finale. „Wir sind nicht perfekt; das will ich nicht behaupten, aber ich denke, wir sind zu 95 Prozent da, wo wir sein wollten“, sagte Alan Ferguson, Rasenchef der FIFA, laut The Athletic vor der Partie am Sonntag (21 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM im ZDF und bei Magenta TV) vor den Toren New Yorks.Im WM-Spielplan war mit Blick auf das Endspiel zwischen Argentinien und Spanien eine zweiwöchige Pause für den Rasen in East Rutherford vorgesehen, zuletzt spielten dort am 5. Juli im Achtelfinale Brasilien und Norwegen (1:2). Die Pause habe „meinen Jungs ermöglicht, etwas Arbeit am Platz zu leisten, und das ist nun erledigt“, sagte Ferguson. Während der Gruppenphase hatten mehrere WM-Stars den Zustand des Untergrunds kritisiert. „Der Platz – ich weiß gar nicht, ob man ihn so nennen kann“, sagte etwa Frankreichs Adrien Rabiot. „Er fühlte sich eher wie Kunstrasen an. Ziemlich hart und ziemlich uneben.“ Die Probleme mit dem Rasen in East Rutherford, der für warme Jahreszeiten ausgelegt ist, führte Ferguson auf kühlere Temperaturen zu Beginn der WM zurück. Dennoch habe sich dieser während der bisherigen sieben Spiele „von Anfang bis Ende konstant als viertbester von 16 Plätzen erwiesen“, sagte der Platzmanager. „Wir sind mit allen Plätzen sehr zufrieden, aber besonders mit diesem, da er die höchste Belastung aufweist.“ Die FIFA hatte in den WM-Stadien Naturrasen verlegen lassen. In der Football-Profiliga NFL tragen sowohl die New York Giants als auch die New York Jets ihre Heimspiele im MetLife Stadium auf Kunstrasen aus. Nach dem Finale und vor dem Start der NFL-Vorbereitungsspiele wird der Rasenplatz entfernt und das Stadion wieder auf Kunstrasen umgestellt. (sid)Der deutsche Schiedsrichter Bastian Dankert wird beim WM-Finale als Video-Assistent im Einsatz sein. Der Fußball-Weltverband FIFA berief den 46-Jährigen für das Endspiel in East Rutherford zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM im ZDF und bei Magenta TV). Dankert ist international einer der erfahrensten Video-Schiedsrichter. Das Finale ist sein insgesamt zwölfter Einsatz beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA, jeweils sechsmal war er als Video-Assistent und als unterstützender Video-Assistent gefordert.Der Slowene Slavko Vincic wird die Partie als Schiedsrichter leiten. Für den 46-Jährigen ist es sein erstes WM-Finale. Im Turnier kommt er zum vierten Mal zum Einsatz, zuvor pfiff er unter anderem das 2:0 von Ko-Gastgeber Mexiko gegen Ecuador im Sechzehntelfinale. Sein zuvor größtes Endspiel war das Champions-League-Duell von Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) im Jahr 2024.Dass ein europäischer Schiedsrichter das WM-Finale eines Teams aus Europa gegen eines aus Südamerika pfeift, ist nicht ungewöhnlich. Der Endspielsieg Argentiniens vor vier Jahren gegen Frankreich in Katar wurde vom Polen Szymon Marciniak geleitet. (dpa)Stürmerstar Harry Kane hat sich nach dem geplatzten Traum vom WM-Titel mit bewegenden Worten an die Fans der englischen Nationalmannschaft gewandt. „Keine Worte sind im Moment stark genug, um dieses Gefühl der Leere im Magen zu überwinden“, schrieb der 32 Jahre alte Fußballprofi des FC Bayern auf der Plattform X. Er wisse um die berechtigten hohen Erwartungen, „wir klopfen nun schon seit acht Jahren an die Tür, aber wieder fehlt uns das letzte Puzzlestück!“Durch das 1:2 gegen Argentinien verpassten die Engländer den erhofften zweiten WM-Titel nach 1966. Wie 2018 scheiterten sie im Halbfinale, 2022 war im Viertelfinale Endstation. Die Titelhoffnungen bei Europameisterschaften waren 2021 und 2024 erst im Finale geplatzt. „Wir waren nah dran, wirklich nah an einem weiteren Finale, aber es hat nicht gereicht. Wir haben in den letzten sieben Wochen alles gegeben, und dass es nicht gereicht hat, ist schwer zu verkraften“, schrieb Kane.Dennoch sei er „stolz auf die Jungs“, teilte der bei dieser WM sechsmalige Torschütze mit. Er wolle weiter nach Ruhm streben und dafür kämpfen. „Hinfallen, wieder aufstehen und es erneut versuchen – genau das werden wir tun“, versprach der Kapitän der Three Lions, der gegen Argentinien allerdings kaum glänzen konnte. Für England geht es am Samstag (23 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV) gegen Frankreich noch um Platz drei. Die EM 2028 findet dann in England, Schottland, Wales und Irland statt. (dpa)Die neuen Fußball-Weltmeister erhalten neben der WM-Trophäe und den Goldmedaillen einen weiteren Preis für ihren Titelgewinn. Die FIFA vergibt erstmals Ringe an den Sieger des Finals zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag in East Rutherford (21.00 Uhr MESZ), wie der Weltverband mitteilte.Eine Seite des Rings solle die WM-Trophäe zeigen, die andere die Identität des Teams widerspiegeln, hieß es weiter. Direkt nach dem Finale sollen der Kapitän und der Trainer der Siegermannschaft eine vorläufige Version erhalten. Insgesamt gibt es 30 Ringe für das Gewinnerteam, diese werden zu einem späteren Zeitpunkt angefertigt. Dazu sollen 1.996 Ringe an Fans verkauft werden.Dass Meisterteams Ringe für ihren Triumph erhalten, ist vor allem im amerikanischen Sport Tradition. So werden unter anderem an die Champions in der NFL und NBA Meisterringe vergeben. Diese sind häufig mit wertvollen Edelsteinen besetzt und werden zum größten Teil von den Besitzern der Teams finanziert. US-Präsident Donald Trump nimmt am Sonntag am Finale der Fußball-Weltmeisterschaft teil. Trump werde sich das Spiel zwischen Spanien und Argentinien persönlich anschauen, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. „Dies ist ein passender Abschluss für ein Turnier, das Amerikas Fähigkeit demonstriert hat, die Welt auf der größten Bühne zu empfangen“, sagte Trump-Sprecherin Karoline Leavitt.Das Turnier sei „die meistgesehene, sicherste und erfolgreichste Weltmeisterschaft in der amerikanischen Geschichte“, sagte Leavitt weiter. Trump will nach ihren Angaben bereits am Freitag nach New York reisen, um an einem Fifa-Empfang im Trump Tower teilzunehmen. Am Sonntag ist er dann beim WM-Finale, das im MetLife-Stadion in East Rutherford im Bundesstaat New Jersey stattfindet.FIFA-Chef Gianni Infantino hatte angekündigt, er wolle der Siegermannschaft den „magischen“ WM-Pokal gemeinsam mit Trump übergeben. Für Trump ist das nicht ganz ohne Risiko: Als er im Juli 2025 an Infantinos Seite im selben Stadion das Finale der Fifa-Klub-WM anschaute, wurde der Präsident von Fans ausgebuht.Die ikonischen Bilder von Stürmerstar Erling Haaland und seinem WM-Waschbär gingen um die Welt und haben nicht nur im Netz einen wahren Hype ausgelöst. Der Western-Store, in dem der norwegische Nationalspieler am Rande der Weltmeisterschaft das ausgestopfte Tierchen samt Gin-Flasche erstanden hatte, meldete jetzt: ausverkauft.„Der vergangene Monat war der beste in der Geschichte des Ladens“, sagte dessen Besitzer Cody Newport dem norwegischen Rundfunk. Schon als Haaland sich nach seinem Besuch in dem Geschäft in Dallas/Texas mit Cowboy-Hut und speziellem T-Shirt gezeigt hatte, gab es einen Ansturm. Rund 2300 der Shirts will Newport danach verkauft haben.Als Haaland dann nach dem Turnier-Aus im Viertelfinale gegen England (1:2 n.V.) mit dem ebenfalls in Dallas erstandenen Waschbären aus dem Flugzeug stieg, hätten sie dort gedacht: „Oh nein, jetzt geht's von vorne los“, berichtete Verkaufsleiter Miguel Davila. Die Konsequenz: Beim Besuch der Reporter aus Norwegen wurde der letzte Waschbär verpackt und an einen Fan in Haalands Heimat geschickt.Für den Laden war das ein riesiges Geschäft und könnte nun zum Problem werden: Der Mann, der die Tiere ausgestopft hat, sei bereits in Rente. (sid)Das zweite Halbfinale der Fußball-WM hat am Mittwoch für eine Topquote in der ARD gesorgt. 13,7 Millionen Menschen verfolgten im Ersten den abermaligen Finaleinzug Argentiniens nach dem 2:1-Erfolg gegen England. Die Partie toppte damit knapp die Quote des ersten Halbfinals im ZDF.Am Vortag hatten 12,69 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer das Spiel zwischen Spanien und Frankreich gesehen. Die ARD erreichte mit 56,4 Prozent zudem einen etwas höheren Marktanteil als das ZDF am Dienstag (53,1). (dpa)Nach Englands WM-Aus wird im „Mutterland" des Fußballs auch über die Spielerwechsel des deutschen Nationaltrainers Thomas Tuchel diskutiert. Der deutsche Premier-League-Trainer Fabian Hürzeler hat einen anderen Blick: Bei einem Public Viewing zum WM-Halbfinale Argentinien gegen England ist es in Heilbronn zu Streit, Tumulten und einem Schlag ins Gesicht eines Polizisten gekommen. Zunächst gerieten zwei Menschen in einen Streit, woraufhin die Polizei gerufen wurde, wie eine Polizeisprecherin sagte. Bis zu 50 Menschen hätten sich daraufhin am Einsatzort versammelt und den Einsatz der Polizei gestört. Daraufhin erteilte die Polizei mehrere Platzverweise. Ein 28-Jähriger, der nicht zu den beiden ursprünglichen Streithähnen gehört habe, sei dem wiederholt nicht nachgekommen und sollte daraufhin festgenommen werden. Der Mann leistete nach Angaben der Polizei Widerstand und schlug einem Beamten ins Gesicht. Daraufhin sei er zu Boden gebracht und ihm Handschellen angelegt worden.Anschließend hätten sich mehrere Menschen mit dem Festgenommenen solidarisiert und die Beamten bedroht und beleidigt. Schließlich trafen weitere Polizeistreifen inklusive Hundeführer ein. Es kam zum Einsatz von Pfefferspray gegen die Gruppe. Insgesamt seien vier Polizisten sowie der 28-Jährige leicht verletzt worden. Der 28-Jährige kam aufs Revier und wurde nach dem Einsatz am Mittwoch wieder auf freien Fuß gesetzt. (sid)England verpasst den Finaleinzug bei der WM und muss weiter auf den ersten Titel seit 1966 warten. Welche Rolle spielt der deutsche Trainer Thomas Tuchel dabei? Christian Kamp hat dazu folgende Meinung: Das dramatische WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien (1:2) hat dem britischen Sender BBC die beste TV-Quote seit über fünf Jahren beschert. Im Durchschnitt schalteten 22,1 Millionen Zuschauer in Großbritannien live ein und sahen das bittere Aus der Three Lions von Trainer Thomas Tuchel gegen die Argentinier um Superstar Lionel Messi. Der Sender erreichte auf BBC One und BBC iPlayer einen Marktanteil von 85 Prozent. Nach Angaben des Senders war die Halbfinal-Partie in Atlanta die meistgesehene Live-Sendung seit dem EM-Finale 2021, das die Engländer im Wembley-Stadion gegen Italien (2:3 i.E.) verloren hatten. In der Spitze sahen am Mittwochabend 24 Millionen Menschen zu. (sid)Argentinien lag gegen England im WM-Halbfinale 0:1 zurück, doch dann drehte das Team um Lionel Messi die Partie. Dafür gab es laut Christian Kamp vor allem drei Gründe: Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Wegen WM-Tickets: Verfügung gegen FIFA | FAZ
Kane spürt „Leere im Magen“ +++ Dankert als VAR im Einsatz +++ Argentiniens Präsident bleibt Endspiel fern +++ Weißes Haus bestätigt Trump-Teilnahme an WM-Finale +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.






